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FRAGEN DER ZEIT – Zukunft JETZT

POLITIK-LABOR – Ein Thema, drei Schwerpunkte: Aufmacher, Interviews, Europa-Artikel, Glosse und Lokaltexte aus Köln, Wuppertal und dem Ruhrgebiet

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Revolte '68. Revolte '80. Revolte '18?, Foto: robert-anasch / unsplash

Rechtsblind / Rechtes Handeln – linkes Klagen

„… aber deshalb bin ich doch nicht rechts!“ , verteidigen sich so manche ZeitgenossInnen, nachdem sie etwas von sich gegeben haben, das eben genau danach klingt – als könnten wir nicht nur unsere Worte frei wählen, sondern auch noch deren Bedeutung; als wäre Rassismus kein Rassismus, bloß weil man eine rassistische Position für ganz normal hält. Wie wir es auch nennen: (neu-)rechts, nationalistisch, rassistisch, reaktionär, identitär, fremdenfeindlich, (neo-)faschistisch, völkisch – es spricht viel dafür, dass sich dieses Denken und Sprechen erneut Geltung in unseren Gesellschaften erobert, nachdem es längst marginalisiert erschien, die große Mehrheit weitgehend immun. Nicht nur die Fähigkeit mancher Institutionen steht infrage, auf die Krise zu reagieren, sondern sogar ihre Bereitschaft dazu. Wo ist der blinde Fleck, besser: wo sind die blinden Flecken?

Rechtsblind / Rechtes Handeln – linkes Klagen 
TEIL 1: Angsthandeln.

Es ist offenbar, wer gegen die zunehmende Verrohungin Wort und Tat einzustehen hat: (politische) BürgerInnen, Ehrenamtliche, Parteien, Vereine, JugendarbeiterInnen, Schulen, Polizei, JuristInnen, Verfassungsschutz, JournalistInnen – kurzum: alle und jeder. Wie ist es um dieses Engagement bestellt, da im Freundes-/Familienkreis Überzeugungen infrage gestellt werden, die bislang für unanfechtbar genommen wurden und mit der AfD eine Protagonistin dieser Entwicklung im Bundestag vertreten ist?

Rechtsblind / Rechtes Handeln – linkes Klagen 
TEIL 2: Linksvisionen. 

Wie steht es um die Frage, warum die tatsächlichen und behaupteten Krisen so gut wie ausschließlich den VertreterInnen rechts der Mitte in die Hände spielen, nicht aber denen links der Mitte? Eine alte Erwartung lautet, ein gebrochenes Gerechtigkeitsversprechen des Staats könne am ehesten mit linkspolitischen Ideen begegnet werden. Danach müssten die GlobalisierungsverliererInnen und –enttäuschten zuerst der linken Utopie eine neue Chance geben. Sie tun es aber nicht.

Rechtsblind / Rechtes Handeln – linkes Klagen
TEIL 3: Tabubruch.

Wie lange leben Ängste und Vorurteile in uns, wie schnell wird aus Sprache Gewalt. Oft übernehmen wir unversehens und unbedacht ein Vokabular, das uns dann plötzlich unheimlich wird. Und wir fragen uns mitunter zu spät: Wer hat an der Sprache gedreht? Da gibt es derzeit wieder Einige: Die Rhetorik der rechten Elite möchte nichts dem Zufall überlassen und arbeitet mit gezielten Tabubrüchen wie dem Missbrauch der Sprache.

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