Kinokalender
Mo Di Mi Do Fr Sa So
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31 1

12.310 Beiträge zu
3.642 Filmen im Forum

Fragen der Zeit      Zukunft JETZT

FRAGEN DER ZEIT
Redaktionsskizze: wie choices & Co. das jeweils nächste Thema planen für choices/Köln, engels/Wuppertal und trailer/Ruhr
Drei Magazine in NRW – ein THEMA

Thema Gute Nachrichten, Foto: malp / Fotolia

Prägen schlechte Nachrichten die Welt? Übles zieht die Aufmerksamkeit jedenfalls verlässlich auf sich. Das überrascht nicht, bedenken wir, dass ein ausgeprägtes Gefahrenbewusstsein dem Überleben einer Art förderlich ist. Gefallen an der Schönheit der Natur mag unseren frühesten Vorfahren schon gegeben gewesen sein, ihr Überleben ist aber der Vorsicht gegenüber Säbelzahnkatze & Co zu verdanken. Gute Gründe, sich zu gruseln, gibt es ja wirklich, und auch düstere Weltbilder gehören zur Welt und brauchen nicht verteufelt zu werden, sondern sie treffen hier und da ins Schwarze. Als Werkzeuge zur Auflagen- und Reichweitensteigerung in Medien oder Politik könnten sie aber einer Resignation Vorschub leisten, die uns nicht gleichgültig sein kann. Absolut pessimistisch geht es ja gar nicht zu in unserer Öffentlichkeit. Auf eine düstere Diagnose folgt bald ein Therapievorschlag oder ein Verweis auf Gegenbeispiele. Rede und Gegenrede schallen routiniert und lautstark durch die Lande. So werden im Gegenzug auch naive OptimistInnen mit der nötigen Abgeklärtheit konfrontiert – was aber nicht heißen muss, dass dieses Wechselspiel ausgewogen verläuft. Und es kann tatsächlich zur Lebenskunst zählen, angesichts unaufhörlicher Verwerfungen zuversichtlich zu bleiben. Ist es Einbildung, oder gibt es in diesen Tagen reichlich Gelegenheit, in diesem Sinne Mut zu sammeln?

 

Medienteil EINS: gut politisch

 

Naht das Ende des Klüngels hinter den Kulissen? Eine knappe Mehrheit des EU-Parlaments hat für ein verpflichtendes Lobbyregister gestimmt – gegen den Widerstand der Europäischen Volkspartei unter Fraktionschef Manfred Weber. Fortan sind Abgeordneten Treffen mit Lobbyisten erlaubt nur dann, wenn diese im Transparenzregister der EU eingetragen sind und berichterstattende oder Ausschüsse leitende Parlamentarier müssen ihre Treffen mit Lobbyisten offenlegen. Transparency freut sich über eine „historische Entscheidung“. Damit wird ein Regelwerk, das bereits für die EU-Kommission gilt, erweitert auf das EU-Parlament. Die Chancen für eine Erweiterung auf sämtliche EU-Institutionen stehen besser denn je, eine Entwicklung, die auch nationale Parlamente unter Druck setzen könnte. (Ein Auszug aus der Detailplanung)

 

Medienteil ZWEI: gut ökologisch

 

Den ökologischen Fußabdruck verringern ist das Eine, ökologischen Ausgleich schaffen das Andere. Aufforstung ist mittlerweile Anliegen nicht nur von Staaten und Kommunen, sondern auch von Privaten und Initiativen. Zu ihnen zählen Menschen wie der weltberühmte Fotograf Sebastião Salgado, der in seiner brasilianischen Heimat eine Einöde in Regenwald zurückverwandelte durch die Anpflanzung von zweieinhalb Millionen Bäumen, der mit dem Alternativen Nobelpreis geehrte Farmer Tony Rinaudo, der gegen große Widerstände in Niger mehr als fünf Millionen Landfläche renaturierte. Und vielleicht sind das die besseren Beispiele gegenüber Projekten, die sich auf Aufforstung als (genossenschaftliche) Investments spezialisieren und denen bislang keine allzu guten Zeugnisse ausgestellt werden. (Auszug aus der Detailplanung)

 (Ein Auszug aus der Detailplanung)

 

Medienteil DREI: gut sozial


Behörden streiten übers Containern, da machen andere längst ernst. Der Lebensmittelhändler Raphael Dirnberger (Edeka, bei Regensburg) äußert in einem Bericht der Mittelbayerischen Unverständnis für das mangelnde Engagement seiner KollegInnen, unternimmt große Anstrengungen, um die Entsorgung von Lebenmitteln zu vermeiden, lässt schwer verkäufliche Lebensmittel z. B. an der Kasse verschenken. Das soll den Bundespreis „Zu gut für die Tonne!“ wert sein. Eine Initiative allerdings des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, dessen Chefin Klöckner erst kürzlich durch ein bizarres Werbevideo mit dem Lebensmittelgiganten Nestlé für Kopfschütteln sorgte. Drüber hinwegsehen, und sich an der guten Sache freuen? 

(Ein Auszug aus der Detailplanung)

 

Ihre choices-Redaktion

 

Unsere Fragen – Ihre Meinung

1) Sind nur „bad News“ „good News“?

2) Neue Herausforderungen = neue Lösungen?

3) Konstruktive Nachrichten oder schöne-Welt-Propaganda?

Wer mag, schreibt uns an meinung@choices.de. Wir freuen uns auf Post.

Neue Kinofilme

Once Upon A Time… In Hollywood