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Abtreibung

FRAGEN DER ZEIT – Zukunft JETZT

POLITIK-LABOR – Ein Thema, drei Schwerpunkte: Aufmacher, Interviews, Europa-Artikel, Glosse und Lokaltexte aus Köln, Wuppertal und dem Ruhrgebiet

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Foto: trac1 / Fotolia

 

Lust auf Abtreibung? / Die Not der ungewollten Schwangerschaft

Gesetze gelten. Was auch sonst? Als unveränderlich betrachten wir aber die wenigsten. Manches Gesetz bleibt strittig, gerade dann, wenn es schwierigste Fragen berührt – wie den Konflikt zwischen Selbstbestimmung und Lebensrecht. Der Streit um den Paragraphen 219a dreht sich um diesen Konflikt. Der Paragraph untersagt das Informieren über Schwangerschaftsabbrüche, wenn es zugunsten des eigenen „Vermögensvorteils“ oder „in grob anstößiger Weise“ geschieht. Daraus resultiert auch ein Werbeverbot für ÄrztInnen, die demnach nicht öffentlich darüber informieren dürfen, dass sie Abtreibungen vornehmen. Der Widerstand gegen den Paragraphen erfährt seit Herbst 2017 mit dem Fall der Allgemeinmedizinerin Kristina Hänel große Aufmerksamkeit. Wie manche ihrer KollegInnen wurde sie zu einer Geldstrafe verurteilt, eben dafür, dass der Leistungskatalog auf ihrer Homepage auch Abtreibungen nennt.

Lust auf Abtreibung? / Die Not der ungewollten Schwangerschaft
TEIL 1: Gradwanderung der Politik

Ist eine Abtreibung eine Handlung wie jede andere? Nein. Dem will auch der Gesetzgeber Rechnung tragen. Gerichtsurteile betonen, es geht darum „zu verhindern, dass die Abtreibung in der Öffentlichkeit als etwas normales dargestellt und kommerzialisiert wird“. Manche Redeweise aus dem medizinischen Bereich kann durchaus den Eindruck erwecken, dass es nötig ist, zuweilen daran zu erinnern. Ab welchem Zeitpunkt sprechen wir vom Menschen, wann sprechen wir ein menschliches Lebensrecht zu?

Lust auf Abtreibung? / Die Not der ungewollten Schwangerschaft
TEIL 2: Ethische Fragen

Die Debatte um den Unterschied zwischen Mensch und Tier ist seit Jahrhunderten eine Art Rückzugsgefecht. Immer wieder muss der Mensch einräumen, dass der Abstand doch nicht so groß ist wie geglaubt. Für unseren Umgang mit Tieren hat das weitreichende Folgen – jedenfalls theoretisch. Festlegungen, wann aus dem werdenden Leben ein menschliches wird, müssen wir treffen, auf Grundlage bester und neuester Erkenntnisse und mit Blick auf das, was akzeptiert wird und umsetzbar ist.

Lust auf Abtreibung? / Die Not der ungewollten Schwangerschaft
TEIL 3: Überholtes Tabu

Werden Frauen gegängelt, wenn ihnen angesichts der so persönlichen und folgenreichen Entscheidung über eine Abtreibung die Informationsbeschaffung erschwert wird; als handele es sich bei schwangeren Frauen um Unmündige, die nicht Nein sagen können, wenn das Angebot einer Abtreibung sie in Versuchung führt?

Ihre choices-Redaktion

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