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Gute Nachrichten fürs Gemeinwohl

17. Oktober 2019

LeserInnen-Fundstücke an gut@choices.de

Das GuteNachrichten-Team: Katja Egler und Sarah Maiwald

Die steile choices-These: Unsere Welt ist die beste aller bisherigen.

Die öffentliche Wahrnehmung  ist leider oft eine andere. Wir wollen diese Negativ-Atmosphäre durchbrechen und mit guten Nachrichten fürs Gemeinwohl eine Art Gegengift anbieten: MeinungsMagazine choices, engels und trailer-ruhr mit der Kraft unserer Medien an Rhein und Ruhr.

Wir halten es für unsere verlegerische Pflicht, unseren LeserInnen Mut zu machen. Die Dimension von schlechten Nachrichten auf allen Kanälen schafft im Bewusstsein der Menschen eine Art Ausweglosigkeit. Das überbordend Negative, Hass, Rassismus und Diskriminierung führen zur Zerstörung von Engagement, Solidarität und Demokratie. Wer wünscht sich nicht häufiger gute Nachrichten fürs Gemeinwohl?!

Wir wünschen unseren LeserInnen Freude und Ermutigung bei der Lektüre der Beiträge. Ein QR-Code in den Printausgaben führt zu dieser Online-Version.

Gute Nachrichten für Gemeinwohl.
Seid realistisch, fordert das Unmögliche !

Wir freuen uns auf Leserpost mit neuen Guten Nachrichten an
gut@choices.de.

 

 


Foto: JC Gellidon/Unsplash

Kopenhagen: 30 Städte erklären Emissions-Höchststand


Auf der Bürgermeisterkonferenz C40 World Mayors Summit in Kopenhagen haben die Bürgermeister*innen von 35 Städten erklärt, verstärkt gegen Luftverschmutzung vorzugehen. In einem Zeitraum von zwei Jahren sollen die Verschmutzungen verringert werden - ­ mindestens auf das Level bestehender nationaler Verpflichtungen. Deutsche Städte, die sich diesem Versprechen angeschlossen haben, sind Berlin und Heidelberg. Ein Hauptpunkt war unter anderem die Feinstaubbelastung in den Städten. Das Ziel sei die Werte auf den von der WHO empfohlenen Wert zu reduzieren. Dadurch könnten bis zu 40 000 Todesfälle verhindert werden. Der Zusammenschluss der Städte - ­ zu denen unter anderem Barcelona, Paris, Washington D.C. und Tokio gehören - ­ forderte einen neuen globalen „Green Deal“.

Die C40 Gruppe besteht aus 94 Metropolen, die sich freiwillig zu stärkeren Klimaschutzmaßnahmen bekennen. Die Bürgermeister*innen dieser verpflichten sich den Klimaschutz bei künftigen Projekten und der Stadtplanung zu priorisieren, um die 1,5 Grad-Grenze des Pariser Klimaziels einzuhalten. Städte stoßen circa drei Viertel des weltweiten CO2s aus. 30 der 35 Städte erklärten auf der Bürgermeisterkonferenz, dass sie nun ihren Emissions-Höchststand erreicht hätten - ­ also dieser jetzt nur noch sinken würde.

 

Autorin: Katja Egler

Quelle: Süddeutsche und Euractiv

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Foto: Nick Karvounis/Unsplash

Nordirland: Ehe für alle und Abtreibungen künftig legal

Die Ehe für alle sowie Schwangerschaftsabbrüche sind in Nordirland nun legal nach einem Beschluss Ende Oktober des britischen Unterhauses. Bis dahin galt in Nordirland eines der schärfsten Abtreibungsgesetze in ganz Europa, das Frauen unter Strafe stellte, die einen Abbruch vorgenommen haben. Nun gilt eins der liberalsten Abtreibungsgesetze Europas, das sich an die bereits bestehenden Gesetze Englands, Wales und Schottlands anschließt. Ab Mitte Januar oder spätestens zum Valentinstag sollen die genauen Regelungen für die Ehe für alle stehen, für Abtreibungen dann Ende März.

Die Frage nach der Ehe für alle war eine der größten Streitpunkte in der nordirischen Politik. Insbesondere die nordirische Democratic Unionist Party (DUP) sprach sich gegen diese aus und versuchte bis zuletzt die Regelung noch zu verhindern. Seit den Streitigkeiten der Regionalregierung Anfang 2017 setzt das nordirische Parlament aus und das Land wird aus London aus regiert. Überraschend rief die DUP aber kurz vor dem Gesetzesbeschluss die anderen Parteien für eine Sitzung zusammen, um - ­ wie kritisiert wurde - ­ ihre Ablehnung gegenüber den Beschlüssen zu demonstrieren. Die Sitzung wurde nach kurzer Zeit aufgrund des Fernbleibens anderer Parteien ergebnislos geschlossen. Die DUP bezeichnete die neuen Regelungen einen „Affront gegen Menschenwürde und Menschenleben“. Amnesty International spricht jedoch von einer „neuen Ära für Nordirland“.

 

Autorin: Katja Egler

Quelle: Tagessschau, Spiegel, Queer

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Foto: Patricia Valério/Unsplash

Berlin: Neues Label „Öfter länger gut“ erweitert MHD

Das Berliner Start-Up „Too Good to Go“ hat ein neues Label entwickelt, um darauf aufmerksam zu machen, dass Lebensmittel auch noch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum genießbar sind. Der Hinweis „Oft länger gut“ unter dem Mindesthaltbarkeitsdatum soll das frühzeitige Entsorgen von einwandfreien Lebensmitteln verhindern. Denn häufig wird das Mindesthaltbarkeitsdatum, also wie lange mindestens ein Lebensmittel haltbar ist, mit dem Verbrauchsdatum, also bis wann ein Produkt verzehrt sein muss, verwechselt. Bei der richtigen Lagerung sind Produkte meist länger genießbar als mindestens angegeben wird. Too Good to Go will über diese Verwechslung und die daraus entstehende Entsorgung der Produkte aufklären und Verbraucher*innen auffordern, selbst zu urteilen nach dem Motto: „Schauen – Riechen – Schmecken“. Aktuell nutzen über 25 Lebensmittelhersteller und Handelspartner - ­ sowohl Bio-Händler als auch Discounter - ­ das Label. 52% der Lebensmittelverschwendung Deutschlands stammt aus privaten Haushalten. Laut einer Studie der Europäischen Kommission hängen sogar bis zu 10% der Lebensmittelverschwendung der EU mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum zusammen.

„Too Good to Go“ hat in der Vergangenheit bereits eine App entwickelt, mit der man überschüssige Lebensmittel und Gerichte von Bäckereien, Geschäften und Restaurants für einen günstigen Preis erwerben kann - ­ und sie damit vor der Tonne rettet.

 

Autorin: Katja Egler

Quelle: Mobiflip und Too Good to Go

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Foto: Glenn Carstens-Peters/Unsplash

Europa: Weniger illegale Downloads

 

Immer weniger junge Europäer downloaden urheberrechtlich geschützte, digitale Inhalte aus illegalen Quellen. Das zeigt eine Studie des European Union Intellectual Property Office (EUIPO). Rund 51% der Europäer zwischen 15 und 24 Jahren nutzen legale Quellen - ­ 2016 waren es nur 40%. Zudem gehen die bewussten Zugriffe auf illegale Quellen zurück. Ein Grund ist der Anstieg des Angebots legaler Dienste zu günstigeren Preisen. Im europäischen Vergleich laden deutsche Jugendliche am wenigsten Inhalte aus illegalen Quellen herunter, dagegen den größten Anstieg an illegalen Downloads verzeichnen Litauen, Estland und Griechenland.

Filme, Musik und Videospiele sind urheberrechtlich geschützt und somit liegt das Recht der Verbreitung ausschließlich beim Rechteinhaber. Illegale Downloads schaden den Produzenten von den Werken und somit auch der Industrie.

 

 

Autorin: Katja Egler

Quelle: Heise

 

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