Kinokalender
Mo Di Mi Do Fr Sa So
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27

12.332 Beiträge zu
3.656 Filmen im Forum

Gemeinwohl - Gute Nachrichten fürs Gemeinwohl

17. Oktober 2019

LeserInnen-Fundstücke an gut@choices.de

 

Foto: Ev/Unsplash

Deutschland: Jetzt Hilfe für obdachlose Jugendliche anbieten

Die „Off Road Kids“-Stiftung holt obdachlose junge Menschen von der Straße. Nach eigenen Angaben waren das in 26 Jahren seit ihrer Gründung bereits 5298 Jugendliche. Die auf Spendenbasis arbeitende Organisation hilft Jugendlichen überregional, unter anderem in Köln und Dortmund. In Berlin wurde erst im September eine neue Anlaufstelle eingerichtet, die neben Büros auch Arbeitsbereiche zum schreiben von Bewerbungen oder durchführen von Diskussionsrunden hat. Neben Beratungstätigkeiten begleiten die Streetworker die Jugendlichen unter anderem auch zu Ämterterminen. Das dazugehörige Schulprojekt „Prejob“ wurde 2017 gegründet und will diese Jugendlichen unterstützen ihren Schulabschluss nachzuholen. Bis zu 2500 Kinder und Jugendliche landen jährlich zeitweise auf der Straße. Die Stiftung „Off Road Kids“ will verhindern, dass es für die Betroffenen ein dauerhafter Zustand wird.

 

Autorin: Katja Egler

 

_____________________________________________________________________

Foto: Tobias Adam/Unsplash

Genf: Lasst die Elefanten in Afrika

Freilebende, afrikanische Elefanten dürfen nicht mehr an Zoos und Zirkusse verkauft werden. Das bestimmt jetzt ein Antrag, der bei der Weltartenschutz-Konferenz in Genf im August angenommen worden ist. Die EU hatte sich zunächst gegen den Antrag ausgesprochen, da dieser kategorisch ausschließen würde Elefanten zu exportieren ­ auch nicht aus Artenschutzgründen. Laut WWF mache der Export der Tier zum Schutz jedoch keinen Sinn, vielmehr müssten Wilderer gefahndet werden. Afrikanische Elefanten stehen auf der Roten Liste.

Neben den Elefanten wurden aber auch der Schutz weiterer Tierarten verstärkt. So wurde die Giraffe, die seit 2016 als gefährdet eingestuft ist und deren Bestände in den letzten 30 Jahren auf 40 Prozent geschrumpft sind, in das das Artenschutzübereinkommen Cites aufgenommen, sodass eine Ausfuhrgenehmigung durch den Exportstaat in Zukunft erteilt werden muss. Des Weiteren wurden auch kleinere Tiere wie Echsen, eine Schlange, 50Amphibien und 15 Ornament-Vogelspinnen vor unkontrollierten Plünderungen geschützt. Auch der Handel mit Nashorn bleibt weiterhin verboten und der viel diskutierte Antrag Kurzflossen-Makohaie und Langflossen-Makohaie zu schützen, wurde angenommen.

Autorin: Katja Egler

 

_____________________________________________________________________

Foto: Great Green Wall

Afrika: Mit neuen Bäumen die Wüste stoppen 

Das von 21 afrikanischen Ländern gegründete und geleitete Pflanzprojekt „The Great Green Wall“ will über die ganze Breite Afrikas eine Wand aus Bäumen anpflanzen. Von der Sahara bis nach Sahel verläuft die 8,000 Kilometer lange Baumwand in Zukunft dann. Diese Regionen waren in den 1970er grün und fruchtbar, sind aber durch den Klimawandel immer karger geworden. So sieht man auch eineDesertifikation,eine fortschreitende Verwüstung der Gebiete. Das Pflanzprojekt soll dies ändern. Es wurde 2007 gestartet und ist zu circa 15% abgeschlossen. Trotz dieser Zahl sind bereits Auswirkungen in den Regionen zu spüren: Die Landschaften sind teilweise wiederhergestellt, Tiere zurückgekehrt, Brunnen wieder mit Grundwasser gefüllt sowie neue Nahrungsquellen und Jobs erschlossen. Kritiker*innen bemängeln, dass eine dezentrale Bepflanzung angepasst an die ungleichmäßige Wüstenbildung sinnvoller sei, als eine durchgehende Pflanzmauer. Die Organisator*innen haben daraufhin ihr Projekt teilweise angepasst und unterstützen seitdem auch kleine, bereits existierende Projekte und den Erhalt von Baumbeständen. Statt einer Mauer solle eher ein Mosaik und eine große, grüne Landschaft geschaffen werden.

 Autorin: Katja Egler

 

_____________________________________________________________________

Foto: Tevarak Phanduang/Unsplash

Frankreich: Fußball-Liga kämpft gegen jede Form von Diskriminierung

Die höchste französische Fußballliga setzt ein Zeichen gegen homophobe, rassistische oder diskriminierende Fangesänge. Seit Beginn der aktuellen Saison sind die Richtlinien deutlich verschärft: Eine Spielunterbrechung ist vorgeschrieben, wenn Fans derartige Beleidigungen in ihren Sängen wiederholen. Im August war zum ersten Mal ein Spiel in der Profiliga unterbrochen worden aufgrund homophober Fangesänge. Der Stadionsprecher hatte vor der Pausierung über die Lautsprecher mehrmals dazu aufgefordert diese zu unterlassen. Der Präsident des französischem Fussballverbandes Noël Le Graët spricht sich gegen diese Unterbrechungen aus ­ zumindest aus homophoben Gründen. Profispiele sollten nur bei rassistischen Vorfällen unterbrochen werden. Statt Unterbrechungen will er lieber durch verschärfte Kontrollen problematische Banner beim Einlass direkt abnehmen lassen. Die französischen Schiedsrichter müssen sich nicht nach Le Graët richten, sie entscheiden nach Verbandsregeln. Nach Le Graëts Aussagen forderten ihn Kritiker*innen zum Rücktritt auf.

Autorin: Katja Egler

 

_____________________________________________________________________

Auch frühere GuteNachrichten bleiben gute Nachrichten.
Hier gehts's zum Archiv.

Neue Kinofilme

Maleficent: Mächte der Finsternis