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Gute Nachrichten fürs Gemeinwohl

17. Oktober 2019

LeserInnen-Fundstücke an gut@choices.de

Das GuteNachrichten-Team: Katja Egler und Sarah Maiwald

Die steile choices-These: Unsere Welt ist die beste aller bisherigen.

Die öffentliche Wahrnehmung  ist leider oft eine andere. Wir wollen diese Negativ-Atmosphäre durchbrechen und mit guten Nachrichten fürs Gemeinwohl eine Art Gegengift anbieten: MeinungsMagazine choices, engels und trailer-ruhr mit der Kraft unserer Medien an Rhein und Ruhr.

Wir halten es für unsere verlegerische Pflicht, unseren LeserInnen Mut zu machen. Die Dimension von schlechten Nachrichten auf allen Kanälen schafft im Bewusstsein der Menschen eine Art Ausweglosigkeit. Das überbordend Negative, Hass, Rassismus und Diskriminierung führen zur Zerstörung von Engagement, Solidarität und Demokratie. Wer wünscht sich nicht häufiger gute Nachrichten fürs Gemeinwohl?!

Wir wünschen unseren LeserInnen Freude und Ermutigung bei der Lektüre der Beiträge. Ein QR-Code in den Printausgaben führt zu dieser Online-Version.

Gute Nachrichten für Gemeinwohl.
Seid realistisch, fordert das Unmögliche !

Wir freuen uns auf Leserpost mit neuen Guten Nachrichten an
gut@choices.de.

 

 


Foto: Jose Pablo Garcia/Unsplash

Deutschland: Konversionstherapien bei Minderjährigen verboten

Die dubiosen Konversionstherapien wurden bei Minderjährigen verboten. Wie der Bundestag beschlossen hat, dürfen die Therapien zur vermeintlichen Heilung homosexueller und transsexueller Personen unter 18 Jahren nicht mehr durchgeführt werden. Das Verbot gilt zudem bei Volljährigen, wenn Zwang, Täuschung oder Drohung vorliegt oder nicht ausreichend über die Risiken aufgeklärt wurde. Auch das Werben für Konversionstherapien ist nun verboten.

Die Verfahren zur Unterdrückung der Sexualität oder geschlechtlichen Identität führen zu großen körperlichen und seelischen Leiden: Folgen sind Depressionen und ein erhöhtes Suizidrisiko. Nicht nur berufsmäßig handelnde Personen, sondern auch Fürsorge- und Erziehungsberechtigte können nun mit Gefängnisstrafen bis zu einem Jahr bestraft werden – letztere jedoch nur bei grober Verletzung der Fürsorgepflicht. Kritiker*innen wie der Lesben- und Schwulenverband sowie Parteien wie die Linke und Grüne geht das Verbot nicht weit genug: Eltern sollen leichter zur Rechenschaft gezogen werden können und das Schutzalter auf 26 Jahre erweitert werden. Gesundheitsminister Jens Spahn wertet das Verbot grundsätzlich als positives Zeichen für mehr Akzeptanz der LGBTQI*-Community.

 

Autorin: Katja Egler

Quelle: ZDF, Spiegel, Tagesschau

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Foto:Li Jiangang/Unsplash

Hong Kong: Nach 13 Jahren Pandas erstmals gepaart

Die beiden Pandas Le Le und Ying Ying im Ocean Park Zoo in Hon Kong haben sich Anfang April erstmals gepaart. Die beiden Großen Pandas leben schon seit 2007, also seit 13 Jahren, zusammen in dem Zoo. Seit einem gescheiterten Paarungsversuch 2010 haben die beiden keinerlei Interesse an weiteren Fortpflanzungsversuchen gezeigt – bis jetzt. Die Freude im Zoo ist deswegen groß. Auch weil laut Michael Boos, Direktor für zoologische Operationen des Parks, eine natürliche Befruchtung höhere Chancen auf Erfolg hat als eine künstliche. Es könnte ein Zusammenhang zwischen der plötzlichen Lust der Pandas und der Schließung des Zoos aufgrund des Corona-Virus bestehen, denn so hatten die beiden Pandas eine ungewohnte Privatsphäre.

Eine Pandabärin wird zwischen dem fünften und siebten Lebensjahr geschlechtsreif und kann alle zwei bis drei Jahre Junge bekommen. Ihre Fruchtbarkeitsspanne beträgt aber nur zwei bis drei Tage einmal im Jahr. Weit verbreitet ist die Annahme, dass Pandas eher sexfaule Tiere sind. Dies liegt aber meist eher an ihren Lebensbedingungen im Zoo: Pandaweibchen sind sehr wählerisch. Gefällt ihnen die begrenzte Auswahl im Zoo nicht, muss auf künstliche Befruchtung zurückgegriffen werden.

Große Pandas gelten laut WWF als gefährdet – umso mehr wird auf Nachwuchs von Le Le und Ying Ying gehofft. Der Zoo wird nun genaue beobachten ob Befruchtung erfolgreich war. Im August oder September würden die Jungen dann geboren werden, die Trächtigkeit kann erst zwei Wochen vor der Geburt festgestellt werden.

 

Autorin: Katja Egler

Quelle: Ocean Parc, WWF, DW

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Foto: Loren Gu/Unsplash

Deutschland: Neue Anbaumethode fördert Artenvielfalt

In einem Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Göttingen und Kiel wurde eine neue Anbaumethode für die konventionelle Landwirtschaft untersucht: Statt in Monokulturen wurden Raps und Weizen abwechselnd in 36 Meter breiten Streifen nebeneinander angepflanzt. Das Ziel: Die Artenvielfalt zu fördern ohne die Anbaufläche zu verkleinern. Die Vorstudie mit Landwirten aus Sachsen und Sachsen-Anhalt weist bereits Erfolge auf. So waren im Vergleich zu Monokulturen mehr als 50% mehr Insektenarten, doppelt so viele Vögel und während der Rapsblüte dreimal so viele Wildbienen in den gemischten Feldern. Durch die eng beieinander liegenden unterschiedlichen Ressourcen werden verschiedene Arten angelockt. Zudem könnte so der Befall von Schädlingen reduziert werden.

Nach Einschätzung der Wissenschaftler*innen aus Göttingen und Kiel sind Monokulturen eine Ursache für den Rückgang der Artenvielfalt, insbesondere von Insekten. Die neue getestete Anbaumethode ist nach Gunnar Breustedt von der Universität Kiel eine einfache und kostengünstige Methode um die Artenvielfalt zu fördern – ohne ineffizient zu sein. So rechnen die Forscher*innen mit einem Ertragsverlust von maximal 5 Prozent. Im Vergleich wird mit Ökolandbau nur etwa halb so viel geerntet wie in der konventionellen Landwirtschaft.

Die Untersuchungen werden im nächsten Schritt nun ausgebaut. Haben in der Vorstudie erst drei Landwirte mitgemacht, sind es nun schon 15. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert das Projekt mit 70.000 Euro.

 

Autorin: Katja Egler

Quelle: WDR Cosmo, Uni Kiel, NDR

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Foto: Stacy Marie/Unsplash/Unsplash

Weltweit: Luftqualität durch Corona-Shutdowns drastisch verbessert

Durch das Erliegen des täglichen Lebens durch die Corona-Shutdowns hat sich die Luftqualität weltweit erheblich verbessert. Das zeigt ein Bericht von IQAir, ein Schweizer Unternehmen spezialisiert auf Technologien gegen Luftschadstoffe. Anhand der Daten von zehn Großstädten lässt sich erkennen, dass die Schadstoffbelastung um bis zu 60 Prozent gesunken ist im Vergleich zum Vorjahr. Gemessen wurde unter anderem in Delhi, Los Angeles, Mumbai, Seoul und Wuhan. Es wurde vor allem die Konzentration von PM2.5 betrachtet, also von Feinstaub mit einem Durchmesser von 2,5 µm – das ist in etwa die Größe von Bakterien und mit dem bloßen Auge nicht erkennbar. Neun der zehn ausgewählten Städte haben einen niedrigeren Feinstaub-Wert zu verzeichnen. Drei hatten sogar einen Wert, der im von der WHO empfohlenen Bereich lag.

Laut WHO kann eine erhöhte Feinstaubbelastung schwere gesundheitliche Auswirkungen haben, wie unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es konnte jedoch kein genereller Wert gefunden werden, ab dem die Belastung als gefährlich gilt – auch geringe Werte können gesundheitliche Folgen haben.

 

Autorin: Katja Egler

Quelle: IQAir, Umwetbundesamt

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