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Gute Nachrichten fürs Gemeinwohl

27. Juli 2020

LeserInnen-Fundstücke an gut@choices.de

GuteNachrichten-Kollegin Katja Egler, Foto: privat

Die steile choices-These: Unsere Welt ist die beste aller bisherigen.

Die öffentliche Wahrnehmung  ist leider oft eine andere. Wir wollen diese Negativ-Atmosphäre durchbrechen und mit guten Nachrichten fürs Gemeinwohl eine Art Gegengift anbieten: MeinungsMagazine choices, engels und trailer-ruhr mit der Kraft unserer Medien an Rhein und Ruhr.

Wir halten es für unsere verlegerische Pflicht, unseren LeserInnen Mut zu machen. Die Dimension von schlechten Nachrichten auf allen Kanälen schafft im Bewusstsein der Menschen eine Art Ausweglosigkeit. Das überbordend Negative, Hass, Rassismus und Diskriminierung führen zur Zerstörung von Engagement, Solidarität und Demokratie. Wer wünscht sich nicht häufiger gute Nachrichten fürs Gemeinwohl?!

Wir wünschen unseren LeserInnen Freude und Ermutigung bei der Lektüre der Beiträge. Ein QR-Code in den Printausgaben führt zu dieser Online-Version.

Gute Nachrichten für Gemeinwohl.
Seid realistisch, fordert das Unmögliche !

Wir freuen uns auf Leserpost mit neuen Guten Nachrichten an
gut@choices.de.

 

 

Foto: freepik

Stuttgart: Keine sexistische Werbung mehr in der Stadt

Die Stadt Stuttgart hat beschlossen: Sexistische Werbung hat keinen Platz auf Werbeflächen, die der Stadt gehören. Es wurde ein Kriterienkatalog erarbeitet, der regelt, welche Werbeanzeigen auf den Flächen gezeigt werden dürfen. Neue Verträge über die Werbeflächen werden in diesem und nächsten Jahr abgeschlossen – Veränderungen sind also schon bald zu sehen.

Eine Werbe ist sexistisch, wenn z.B. mit einem nackten Frauenkörper für ein Produkt geworben wird, das zu dem Frauenkörper in keinem Verhältnis steht. Ein Beispiel sind Handwerkerbetriebe, die nach einem Monitoringprojekt der Hamburger Organisation Pinkstinks am häufigsten sexistische Werbung nutzen. Zwar kann sich beim Deutschen Werberat über solche Anzeigen beschwert werden, dieser ist jedoch als Teil der Werbeindustrie nicht unabhängig und kann nur folgenfreie Rügen erteilen. Es gibt keine bundesweiten Gesetze, die sexistische, rassistische oder diskriminierende Werbung verbieten. Es liegt somit bei den Städten selbst: Vorreiter ist Leipzig. Die Stadt hatte schon 2018 eigene Werberegeln formuliert. Darauf folgte München – und nun Stuttgart. Der Katalog, der nach einem Antrag der Grünen im Stadtrat entstand, verbietet sexistische und diskriminierende Werbung in Wort und Schrift.

 

 

Quelle: DLF Nova

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Foto: user10860774/freepik

Japan: Satelliten aus Holz sollen Weltraummüll reduzieren

6,000 Satelliten umkreisen aktuell die Erde. 60% sind davon defekt und stellen ein Risiko für die Raumfahrt dar: Denn der Schrott zirkelt in hoher Geschwindigkeit durchs All und kann großen Schaden bei einer Kollision darstellen. Zudem belastet der Müll auch das Klima der Erde. Denn beim Wiedereintritt in die Atmosphäre entstehen Aluminiumoxidteilchen, die jahrelang in der Luft bleiben. Expert*innen warnen vor den Gefahren von Weltraumschrott.

Eine Lösung könnten Satelliten aus Holz sein. Forscher*innen der Kyoto University, darunter ein ehemaliger japanischer Astronaut, und Sumitomo Forestry arbeiten an solchen und wollen 2023 den ersten hölzernen Satelliten ins All schicken, um zu untersuchen, wie sich das Material im Vakuum verhält. Bis dahin untersucht das sogenannte LignoStella Projekt zunächst, welche Holzart sich am besten eignet, denn sie muss hitze- und sonnenlichtbeständig sein. Ein Vorteil von Holz wäre, dass dieses beim Wiedereintritt vollkommen verbrennt - somit die Gefahr von herabfallenden Trümmern beseitigt wäre - und keine gefährlichen Aluminiumoxidteilchen in die Luft abgibt. Da in Zukunft immer mehr Satelliten ins All geschickt werden – auch durch Projekte wie Elon Musks SpaceX – ist es sinnvoll nach Alternativen zu suchen.

 

 

Quelle: BBC

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Foto: United4Rescue

Karlsruhe: Erste Stadt tritt Seenotrettungsbündnis bei

Als erste Stadt Deutschlands ist Karlsruhe einem Seenotrettungsbündnis beigetreten. Schon zuvor unterstützte sie die zivile Seenotrettung und nahm gerettete Menschen als „Sicherer Hafen“ auf. Jetzt ist die zudem Teil von „United4Rescue“: Das Bündnis wurde von der evangelischen Kirche initiiert und umfasst aktuell über 700 Organisationen. Diese finanzierten zusammen mit privaten Spenden das Schiff „Sea-Watch 4“. Nun soll ein zweites Schiff, die „Sea-Eye 4“, ins Mittelmeer aufbrechen.

„Solange die Politik versagt, handeln wir“, schreibt United4Rescue auf ihrer Webseite. Da es an staatlicher Seenotrettung fehle, sei es ihre humanitäre Pflicht einzugreifen und Menschen zu retten. Dabei formulieren sie vier Forderungen: Die EU stehe in der Pflicht der Seenotrettung, diese dürfe zudem nicht kriminalisiert werden, Geflüchtete sollen Zugang zu fairen Asylverfahren erhalten und Städte sollen die Möglichkeit haben als „Sichere Häfen“ Schutzsuchende aufzunehmen, wenn sie dies wollen. Ohne gemeinsames Rettungsprogramm der EU ist es an Städten und Organisationen den Notstand aufzugreifen und zu handeln. Karlsruhe geht als Vorbild voran.

 

Quelle: United4Rescue

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Foto: user16419605/freepik

Bolivien: 20 unbekannte Tier- und Pflanzenarten entdeckt

Viele Meldungen beschäftigen sich mit vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Umso schöner ist es, Nachrichten wie aus Bolivien zu lesen: In den bolivianischen Anden haben Forscher*innen nämlich zwanzig bisher unbekannte Arten gefunden. Darunter befinden sich Schmetterlinge, Orchideen, Schlangen und auch ein gerade einmal ein Zentimeter großer Frosch, der bisher unter den Moosschichten unentdeckt blieb. Darüber hinaus ist das 17-köpfige Forschungsteam aber auch vier Arten gestoßen, die seit bis zu einem Jahrhundert nicht mehr gesichtet worden sind. So der Satyr Schmetterling, der einzig im Zongo-Tal vorkommt, und der Teufelsaugenfrosch, der als ausgestorben galt.

Die Entdeckungen im Nebelwald im Zongo-Tal sind relevant für den Klimaschutz vor Ort. Denn der Wald ist von Rodungen bedroht. Diese können nur gestoppt werden, wenn bekannt ist, welche Tierarten im Wald leben und geschützt werden müssen.

 

Quelle: CNN

 

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