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Gute Nachrichten fürs Gemeinwohl

27. Juli 2020

LeserInnen-Fundstücke an gut@choices.de

Redakteurin Katja Egler

Die steile choices-These: Unsere Welt ist die beste aller bisherigen.

Die öffentliche Wahrnehmung  ist leider oft eine andere. Wir wollen diese Negativ-Atmosphäre durchbrechen und mit guten Nachrichten fürs Gemeinwohl eine Art Gegengift anbieten: MeinungsMagazine choices, engels und trailer-ruhr mit der Kraft unserer Medien an Rhein und Ruhr.

Wir halten es für unsere verlegerische Pflicht, unseren LeserInnen Mut zu machen. Die Dimension von schlechten Nachrichten auf allen Kanälen schafft im Bewusstsein der Menschen eine Art Ausweglosigkeit. Das überbordend Negative, Hass, Rassismus und Diskriminierung führen zur Zerstörung von Engagement, Solidarität und Demokratie. Wer wünscht sich nicht häufiger gute Nachrichten fürs Gemeinwohl?!

Wir wünschen unseren LeserInnen Freude und Ermutigung bei der Lektüre der Beiträge. Ein QR-Code in den Printausgaben führt zu dieser Online-Version.

Gute Nachrichten für Gemeinwohl.
Seid realistisch, fordert das Unmögliche !

Wir freuen uns auf Leserpost mit neuen Guten Nachrichten an
gut@choices.de.

 

 

 

Foto: Filip Filkovic Philatz/Unsplash

Irland: Corona-Spenden für Choctaw-Volk

In den USA leiden aktuell die indigenen Völker unter der Corona-Pandemie – unter ihnen sind besonders viele Todesfälle zu verzeichnen. Das liegt unter anderem daran, dass in den Reservaten die Hygieneregeln kaum eingehalten werden können durch fehlendem Zugang zu fließendem Wasser. Das Reservat Navajo Nation rief deswegen weltweit zu Spenden auf, die für Wasser, medizinischen Artikeln und Lebensmitteln genutzt werden sollen. Über eine Millionen Dollar wurde bereits gesammelt. Unter den Spendenden sind viele irische Namen zu finden ­­­­- zusammen mit dem Hashtag #irelandremembers.

Denn vor 175 Jahren konnten sich die Iren in der Not auf die Hilfe der Indigenen verlassen. Als in den Jahren 1845 bis 1849 in Irland die Kartoffelfäule eine Hungersnot auslöste und damit etwa einer Millionen Menschen das Leben kostete und etwa zwei Millionen weitere Menschen zum Auswandern zwang, spendete das Choctaw-Volk 170 Dollar. Sie selbst litten zu dem Zeitpunkt zwar unter der Vertreibung aus fruchtbaren Regionen, spendeten aber trotzdem. Jetzt wollen sich die Iren revanchieren.

 

Autorin: Katja Egler

Quelle: Katapult

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Foto:Pedro Santos/Unsplash

Portugal: Kein Kohlestrom ab 2021 mehr

Der letzte Kohlestrombetreiber Portugals schließt im Januar 2021 sein Werk, denn wirtschaftlich lohnt es sich nicht mehr: Die Kohleproduktion ist immer teurer und erneuerbare Energien immer attraktiver geworden. Eigentlich war das Ziel der amtierenden Regierung gewesen bis zum Jahr 2023 aus der Kohle auszusteigen – dieses können sie nun unterbieten. Schon seit einigen Monaten laufen die letzten Kohlemeiler im Standby, also verbrennen keine Kohle mehr. Portugal ist nach Belgien, Österreich und Schweden das vierte EU-Land, das aus der Kohle aussteigt. Schon seit längerem fördert es erneuerbare Energien und kann nun den Energiebedarf vollständig durch Wasser, Sonne und Wind decken.

Während Portugal im Jahr 2018 schon 52% Ökostrom verzeichnen konnte, hat Deutschland erst in diesem Jahr die 50% erreicht. Bis zum Jahr 2038 soll hierzulande das letzte Kohlekraftwerk geschlossen werden. Auch andere Länder zögern mit dem Kohle-Ausstieg – auch wenn Kohlestrom einer der größten Verursacher des Klimawandels ist.

 

Autorin: Katja Egler

Quelle: WDR Cosmo

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 Foto: Kamp C & Jasmiens Smetsh

Belgien: 2-stöckiges Haus aus 3D-Drucker

Das bisher größte Haus Europas aus einem 3D-Drucker wurde fertig gestellt: Mit 8 Metern Höhe und 90 m2 Größe hat die belgische, nachhaltig arbeitende Baufirma Kamp C neue Standards im 3D-Druck gesetzt. Zum ersten Mal wurde ein zweistöckiges Gebäude in einem Stück gedruckt. Bisher wurden vor allem einstöckige Häuser gedruckt oder jedoch Einzelteile, die dann von Hand zusammengesetzt wurden. Kamp C machte es jetzt jedoch möglich, dass der zweistöckige Rohbau ohne Arbeiter*innen fertiggestellt wurde. Ein feststehendes Gerät schichtete dabei Beton nach Vorgabe übereinander.

Mit dem gedruckten Haus wurden circa 60% an Materialien und damit CO2-Emissionen eingespart – in einer Bauzeit von drei Wochen. Gerade mit Hinblick auf  Nachhaltigkeit könnten so neue Möglichkeiten geschaffen werden. Laut Kamp C wird es in Zukunft sogar möglich sein, Häuser innerhalb von zwei Tagen zu drucken.

 

Autorin: Katja Egler

Quelle: Kamp C, Tagesschau

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Foto: engin akyurt/Unsplash

Frankreich: Haarreste als Wasserfilter wiederverwendet

Die Organisation Coiffeurs Justes will mit einer ungewöhnlichen Idee die Wasserqualität in Meeren, Seen und Flüssen verbessern: Sie sammelt dafür die Haarreste aus Friseursalons und füllt sie in einen recycelten Nylonstrumpf. So können diese nämlich Schadstoffe aus Wasser filten. Ein Kilo Haare kann allein bis zu acht Liter Öl aus dem Wasser aufnehmen. Die Nylon-Haar-Filter können zudem gereinigt und mehrmals wiederverwendet werden. Aktuell sind sie vor allem im Hafen von Cavalaire-sur-Mer im Einsatz.

Haare sind ein umweltfreundliches Mittel, da sie organisch sind und nicht produziert werden müssen – 50% der Abfälle eines Friseursalons bestehen aus Haarresten. Allein 2019 sammelte die von einem ehemaligen Friseur gegründete Organisation rund 30 Tonnen Haare von circa 2000 Salons. Als Filter können die Abfälle sinnvoll wiederverwendet und das Meer etwas sauberer werden.

 

Autorin: Katja Egler

Quelle: Coiffeurs Justes, WDR Cosmo

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