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Million Dollar Baby

Million Dollar Baby
USA 2004, Laufzeit: 137 Min., FSK 12
Regie: Clint Eastwood
Darsteller: Clint Eastwood, Hilary Swank, Morgan Freeman, Jay Baruchel, Mike Colter, Lucia Rijker, Brian O'Byrne, Anthony Mackie, Margo Martindale, Riki Lindhome

Meine Meinung zu diesem Film

Filme ohne Happyend oder doch??
@Jack (30), 04.07.2006

Mich hat der Film persönlich sehr beeindruckt. Er ist ingesamt sehr gut in Scene gesetzt. Ein Film mal richtig zum Nachdenken. Wer ihn noch nicht gesehen hat sollte sich ihn umbedingt auf DVD kaufen!

Lichte Momente
ethel (16), 14.10.2005

Ist ne Weile her, daß ich den Film gesehen habe, und seit Verlassen des Kinos versuche ich Leute zu überzeugen, es mir nachzutun (was nicht immer gelang). Reihe dieses Werk mühelos in meine derzeitigen top ten ein. Wie schon in Mystic River fädelt Eastwood mehrere für sich schon spannende Lebenslinien allmählich zusammen und offenbart dabei, wie wenig verläßlich der Versuch ist, die Charaktere in Kategorien wie GUT oder SCHLECHT unterzubringen zu wollen.


Die Schauspieler sind großartig, allen voran Hilary Swank, der Humor stets präsent (z.B. wenn zeitgleich mit der Kamera auch die Lichter der unterlegenen Gegnerin "ausgeknipst" werden), die Geschichte dabei niemals oberflächlich.


Ob der Film, bei der Oskarausgabe mehrfach bedacht, dieses zusätzliche Prädikat notwendig hat, sei dahin gestellt. Immerhin scheint man in Hollywood noch lichte Momente zu erleben, Filme wie diesen zu würdigen, und das läßt hoffen ...

Limerick für Clint (statt einer Kritik)
Raspa (369), 28.04.2005

Es gibt einen Mann namens Clint /
Wie heute nicht viele mehr sind. /
Er weiß, wie man's macht, /
Mal ganz zart und mal hart, /
Und so unsre Herzen gewinnt.

Ein Schlag in die Magengrube ...
gutzi (182), 21.04.2005

... ist der Film im zweiten Teil. Aber wie hier bereits mehrfach erwähnt, sollte man davon im Vorfeld auch gar nicht allzu viel wissen. In der ersten Hälfte nimmt Eastwood sich wie gewohnt viel Zeit für seine Figuren und ihre Geschichte - mit gewohnt sparsamen Mitteln, aber mit, wie ich finde, großer Wirkung. Mich hat der Film daher trotz der vielen Klischees und der eindeutig vorhandenen Schwarzweißmalerei durchaus überzeugt. Und Hilary Swank, die mich schon in ?Boys Don?t Cry? begeisterte, zeigt hier wiederum eine absolut beeindruckende Leistung.

Gut gemacht
Tetischeri (79), 04.04.2005

der Film war an sich gut. Aber ich fand die Boxszenen zu langgezogen, da das Hauptthema nicht wirklich Boxen war. Und der Filmtitel paßt irgendwie nicht.

Phantastisch und zur Recht eine der besten Filme!
Chrimi (13), 31.03.2005

Ich bin auf jeden Fall der Meinung, dass dieser Film und dessen Schauspieler seine insgesamt 7 Oscars auf jeden Fall verdient hat!
Hilary Swank, Clint Eastwood und Morgan Freeman brillieren in ihren Rollen. Ohne viel Aufhebens, ohne Special-Effects, ohne Action-Tempo schafft es der Film auf so ein hohes Niveau!
Wenn man Herr-der-Ringe und Million Dollar Baby vergleicht, merkt man, dass auch Movies ohne aufwendiges Technik-Trara die Zuschauer begeistern kann - zwar nicht euphorisch, aber innerlich sehr bewegt!
Wie gesagt: Im Vordergrund steht das Boxer-Milieu, doch dahinter verbergen sich mehr als harte Schläge. Das brutale Leben, die Realität eben wird deutlich gemacht. Tortz allem schafft es Clint Eastwood humorvolle Szenen einzubauen, wie z.B. die Wattestäbchen in der Nase. Auch der Stuhl hat denke ich seine Bedeutung. In der Zeit ihres Erfolges steht der Stuhl für schnelle, harte Fights, bei dem Maggie stets als Gewinner raus geht. Doch beim letzten Kampf wird ihr der Stuhl zum Verhängnis.
Fazit: Ein Kunstwerk von Drama, Sport und Tragik, gemischt mit Humor. Phantastisch!!!

Ehrfurchtsvolle Verneigung
Tender (5), 29.03.2005

Nein, ich bin nicht übereuphorisiert, wenn ich schreibe, dass fast jeder, der in welcher Sequenz auch immer auftaucht, einen wertvollen Beitrag für diesen Film leistet. Keiner ist überflüssig, überhaupt ist nichts, was das Wort überflüssig verdient, in diesem Werk existent. Und wenn der Film 10 Oscars bekommen hätte, so wäre jeder gerechtfertigt gewesen.

Es ist in der Tat gut, wie weiter unten erwähnt, nicht viel über diesen Film zu wissen. Denn nur dann entfaltet sich die Wirkung richtig. Ab dem "Unfall" hätte es viele Möglichkeiten gegeben, dem ganzen eine andere Richtung zu geben, z.B. gegen Unfainess zu wettern oder eine Paparazzi-Geschichte aufzuziehen.

Stattdessen bleibt es sachlich und ausdrucksstark, sogar humorig, denn wir wissen nicht wirklich, wie viel Frankie wirklich für sein Mädchen empfindet und auch nicht, ob das Mädchen es wissen will oder nur an den Vater denkt.
Die Dialoge zwischen Frankie und Eddie !!!
"Cheeseburger" schreibe ich da nur !

*hach* Es fällt mir schwer zu bewerten und eigentlich kann ich es gar nicht, zu intensiv sind die Eindrücke, zu eindringlich laufen bestimmte Szenen vor meinem Auge ab.
Ich war und bin tief bewegt, gerührt, berührt, voller Ehrfurcht und Respekt für diesen Film.

Und wer das jetzt übertrieben findet: bitte, damit kann ich gut leben.

Ach ja, der nächste Film, den ich mir ansehe, wird definitiv ein Film sein, in dem nicht ein einziges Tempo nötig ist. Sonst gehe ich demnächst mit der Vorratsbox ins Kino, was ja nun wirklich nicht sein muss... Mit schwebt sowas wie "Hitch" vor, da kann doch eigentlich nichts passieren, oder? ;-))

Von alten Männern, Platzwunden und Zitronenkuchen
Colonia (683), 27.03.2005

Mehrfach Oscar-nominierte und -prämierte Filme müssen mindestens Überlänge haben und gefühlte fünf Stunden dauern. Drunter geht da gar nichts. Clint Eastwood beherrscht die langen Einstellungen, die Sekunden dauernden statischen Bilder bis zum ersten gesprochenen Wort, die Großaufnahmen von Gesichtern im Halbdunkel perfekt.

Zwei alte Männer und eine junge Frau - damit kommt der ganze Film aus. Drei Menschen mit Geschichte, aber ohne soziales Umfeld.

Wer sich wie ich keinen Deut fürs Boxen interessiert, wird erstaunt sein, dass die filmisch aufbereitete Variante richtig spannend sein kann. Wie sich Hollywood allerdings eine ostdeutsche Box-Meisterin vorstellt, zeugt von noch lange nicht ausgeräumten Klischees.

Bei "Million Dollar Baby" ist's am besten, vor dem Kinobesuch gar nicht viel über den Film zu wissen. Nachher wird man den Saal zusammen mit allen anderen Besuchern schweigend verlassen. Nicht euphorisch oder erleuchtet. Aber berührt. Und auf alle Fälle sitzfleischerprobt.

Es empfiehlt sich übrigens den Film im O-Ton mit Untertiteln anzuschauen. Sonst entgehen einem ein paar hübsch-markige Sprüche der Kategorie "Tough ain't enaugh". Und natürlich die rauen Stimmen der Herren Eastwood und Freeman.

www.dieregina.de

Wunderbar...
*eternity* (63), 27.03.2005

...dieses Wort reicht eigentlich schon, um diesen Film zu beschreiben. Ich war erst ein bisschen skeptisch, weil ich Boxen eigentlich überhaupt nicht mag. Aber hier ist das Thema einfach fesselnd verpackt. Am Ende musste ich mich sehr zusammenreißen, um nicht die letzte halbe Stunde komplett durchzuheulen. Anschauen!

Boxen?
otello7788 (554), 26.03.2005

Es ist schon erstaunlich, daß der beste Boxfilm aller Zeiten eine Frau als Hauptdarstellerin hat. Noch erstaunlicher ist es, daß es zwar vordergründig ums Boxen geht, aber letztendlich um ein ganz anderes Thema, das dann auch zutiefst berührt, hier aber nicht verraten werden darf.

Bitte schenkt Herrn Eastwood die Kraft, uns noch viele dieser Kinowunder zu schenken. Niemand wird nach ihm Filme machen, die in einer wunderbaren Art so abgeklärt sind. Die ein Gesicht erst mit allen seinen Eigenarten zeigt, bevor es zu reden beginnt.
Eastwood benutzt eine Filmsprache, die universell und zeitlos ist. Das macht ihm zur Zeit niemand nach.

Sehr guter Film, aber Achtung: Taschentuchalarm
Gina (2), 25.03.2005

Also ich fand den Film super. Man kann sich zwar darüber streiten, ob die Geschichte nicht ein bisschen zu tragisch geraten ist und auch das Ende lässt einige Fragen offen, aber dennoch: Der Film regt definitiv zum Nachdenken über den Sinn des eigenen Lebens und außerdem über das Thema Sterbehilfe an - ohne hier zuviel verraten zu wollen :-))
Die beiden Hauptdarsteller haben ausgezeichnet gespielt und der Film hat seine positiven Kritiken wirklich verdient.

Es war einmal in Amerika und Europa
juggernaut (162), 24.03.2005

Die Geschichte von einem, der erst völlig unter- , dann komplett überschätzt wurde: Es war einmal ein junger Schauspieler, in dem nicht nur the ?Duke? himself den idealen Nachfolger für John Wayne sah. Und der junge Schauspieler zeigte, zunächst vor allem in italienischen Western, dass er einen raubeinigen Rächer oder Jäger mit einer gewissen Neigung zur Selbstjustiz trefflich darzustellen wusste. Doch herrschte vor allem im alten Europa zu jener Zeit der Autorenfilm, der den italienischen Western nicht als hochkulturell wertvoll gelten ließ. Der inzwischen nicht mehr ganz so junge Schauspieler verlegte seine Jagdgeschichten in den 70er Jahren dann zunehmend in die großen Städte Amerikas, wurde immer erfolgreicher und begann schließlich auch selbst Regie zu führen. Irgendwann in den 80er Jahren drang die Kunde nach Europa, dass der vermeintlich ewige Spaghetti-Cowboy und Dirty Harry auch noch etwas anderes konnte und zudem nicht nur die Forderung ?Man müsste Klavier spielen können? erfüllte, sondern sich auch noch als ausgewiesener Kenner der hochkulturell wertvollen Jazz-Musik herausgestellt hatte. Da schloss ihn die Filmkritik in ihr (zumeist kaltes) Herz und begann fortan, ihrem neugefundenen King Clint bei jeder Gelegenheit zu huldigen. Anlass dazu gab es durchaus ein paar Male, so in ?Bird?, wo King Clint einem anderen König huldigte, oder in ?Erbarmungslos?, wo er in nämlicher, gar garstiger Weise mit Mythen und Märchen seines eigenen Landes umsprang. So sehr liebten ihn die Kritiker, dass sie später in ?Mystic River? nun auch die Rechtfertigung von Selbstjustiz schnell vergaben und vergaßen, wurde sie doch unter anderem mit hochkulturell wertvollem (Piano-)Jazz veredelt. Und als im Jahr 2005 die Oscars für den besten Film und die beste Regie an ?Million Dollar Baby? gingen, da juchzten auch im alten Europa wieder viele auf, und einer hierzulande machte sich sogar gewissenhaft daran, alle bisher vergebenen Oscars durchzuzählen, um dabei zu dem untrüglichen buchhalterischen Schluss zu kommen: Nun, wo er genau wie David Lean und Billy Wilder mehr als einmal in seiner Laufbahn die Preise für die beste Regie und den besten Film bekommen habe, sei Clint Eastwood auch endgültig auf eine Stufe mit diesen beiden zu stellen.

Verehrter Mr Wilder, verehrter Mr Lean, sollte sich Mr Eastwood irgendwann einmal in ungebührlicher Weise Ihren beiden Thron-Wolken im obersten Stockwerk des Film-Himmels nähern, rufen Sie ihm ein herzhaftes ?Make my day!? entgegen und verpassen Sie ihm einen kräftigen Tritt, damit er eine Etage tiefer zu landen kommt. Und machen Sie sich keine Gedanken über eventuell unziemliche Gewaltanwendung: Er versteht diese Sprache.

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