Auch das altehrwürdige Senftöpfchen darf momentan kein Publikum ins Haus lassen. Also macht Alexandra Franziska Kassen aus der Not kurzerhand eine Tugend und bittet mehrere Künstler zu einer „Arbeitszusammenkunft“ vor leeren Stühlen. Das Ergebnis, eine Art Theater-Fernsehen ohne schlechte Sendeplätze oder Kürzungen, kann live und dann noch 24 Stunden im Netz verfolgt werden.
Der im Senftöpfchen groß gewordene Allround-Kabarettist Konrad Beikircher macht am 5. März mit seinem neuen Solo „Kirche, Pest und neue Seuchen“ den Anfang - und geht die Corona-Krise gleich einmal frontal an. „Es ist höchste Zeit, sich mal in der Geschichte der Seuchen etwas umzuschauen und sich zu überlegen, wer davon profitiert hat! Beispielsweise kamen Pest und Schnupfen in Südamerika der Kirche sowas von gelegen, dass es einen graust. Und dass wir 2020 im Grunde keine anderen Bekämpfungsmethoden parat hatten als die sogenannten Ärzte im Mittelalter ist nicht nur makaber, es ist auch komisch. Wat jitt et denn überhaupt alles für Seuchen und ist es wahr, dass - wie Kardinal Wölki uns vorgaukelt - der Protestant der größte Seuchenträger der Menschheit ist? Ein Universum von Fragen...“
Keine Frage ist, dass der Beikircher-Abend - anders als zur Vor-Corona-Zeit - praktisch kein Kartenlimit kennt. Sofa- oder Sesselkarten für eine oder mehr Personen können direkt über die Senftöpfchen-Homepage geordert werden.
Konrad Beikircher: Kirche, Pest und neue Seuchen | Fr 5.3. 20:15 Uhr (streambar bis So 7.3.) | Karten auf der Homepage | senftoepfchen-theater.de
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