Die Geschichte der Liebesschlösser an der Kölner Hohenzollernbrücke ist in der Inszenierung des Theaters der Keller nicht mehr als eine „Revue aus der Mitte der Stadt“ geworden. Liebhaber der seichten Unterhaltung und Karaokefans werden jedoch dank gut gesungener Cover-Songs auf ihre Kosten kommen.
Zurück in die Vergangenheit heißt es, wenn Gäste aus Politik und Gesellschaft auf die im Siebziger Jahre Retroschick gehaltene Bühne geladen werden. Dabei macht sich das Duo Mrosek&Moser in ihrem theatralen Politmagazin auf die Suche nach einer gesamtdeutschen Identität.
Wenn Puppen und Schauspieler zusammen auf der Bühne stehen sollen, ist Zusammenarbeit und Umdenken gefragt. Regisseur Sostmanns Mensch-Puppen-Inszenierung von „Amerika“ eröffnet nicht nur einen neuen Blick auf den Menschen, sondern stellt auch das Groteskenhafte an Kafkas Figuren heraus.
Jubel, Trubel, Heiterkeit: Wenig besinnlich, aber dennoch mit dem anstehenden Weihnachtsfest als Mittelpunkt geht es im Rheinland zu. Komiker und Kabarettisten unterschiedlichster Couleur geben die besten Tipps und Ratschläge, um die hektische Jahreszeit zu überleben.
Es ist nicht gerade die feine englische Art, Schulden zu machen und diese einfach an den Nachfolger weiterzugeben. Eine derartige Erfahrung macht gerade Kölns neue Kulturdezernentin. Ein Trostpflaster ist vielleicht die Nominierung von acht Produktionen aus der freien Theaterszene für den Theaterpreis 2013.
„Die Welt mein Herz“, „Welt am Draht“ und „Das Boot ist voll“ thematisieren unterschiedliche Handlungsstränge, dennoch verbindet sie die Frage nach der Zukunft, nach Zukunftsängsten und die Unsicherheit, was werden wird. Drei unterschiedliche Stücke, die aktueller nicht sein können.
Das Bonner Schauspiel präsentiert die Klassiker 2.0: Während „Leonce und Lena“ mit Hieppietum und Ich-Design aufwarten, glänzt „Metropolis“ durch Robotik und futuristische Elemente. Willkommen im 21. Jahrhundert.
Auf der Suche nach Frischfleisch postieren sie sich vor Arbeitsämtern oder Mutter-Kind-Heimen. Die Macher von Reality-Doku-Soaps wissen genau, wo sie ihr Material finden. Schwangere Teenies und übergewichtige Hartz IV-Empfänger sind Quotengaranten.
Eine schicke, in Weiß und Gold gekleidete Dame (Katrin Nowak) weht in die „Bar 48“. Sie scheint froh, das hektische Treiben des Neumarkts vor der Tür zu lassen, wirkt freundlich, aber auch ziemlich gehetzt. Während sie die Füße ausruht, erzählt eine Politikwissenschaftlerin aus Pakistan von ihrer Familie, und wie sie nach Deutschland kam.
Im Anfang war das Wort, und am Ende steht das Bild. Alice Buddeberg bringt zum Auftakt des Bonner Schauspiels Alfred Döblins „Karl und Rosa“, den vierten Teil des Romans „November 1918“, auf die Bühne und rahmt ihre Inszenierung mit dem Ausbuchstabieren eines projizierten Textes durch die Schauspieler und einem schnell geschnittenen Kompendium aktueller Aufstände.

Ein Straßenfeger im Osten des Reviers
33. Festival Welttheater der Straße in Schwerte
Dauerbrenner unter freiem Himmel
Das NN Theater Freiluftfestival 2026 – Prolog 08/26
Kopfzustände
„Two Queens“ am Metropol Theater – Auftritt 07/26
„Was ist der Ursprung von Konflikten?“
Regisseurin Sabine Hahn über „Antigone“ am Comedia Theater – Premiere 07/26
Für die ganze Familie
Kostenloses Open-Air-Programm beim „Sommer Köln 2026“ – Prolog 06/26
Berd-Eeren für alle
„Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“ am Theater der Keller – Auftritt 06/26
„Man darf sich selbst nicht aus den Augen verlieren“
Regisseurin Emel Aydoğdu über „Touch The Line“ am Freien Werkstatt Theater – Premiere 06/26
„Höchste Qualität nach Köln holen“
Intendant Hein Mulders über den Umzug der Oper in das Haus am Offenbachplatz – Interview 06/26
„Wie küsst man richtig?“
Regisseur David Vogel und Choreografin Nina Mackenthun über das Stück „Hundert“ am Schauspiel Köln – Premiere 05/26
Zauberhaft und antiquiert
„Laterna Magica“ am Theater Bonn – Prolog 05/26
Das Phantom der Keller
„Walter Bockmayer. Der andere Millowitsch“ am Theater der Keller – Auftritt 05/26
Schweigen, Flucht und Tod
„Einfach das Ende der Welt“ am Theater Bonn – Prolog 04/26
Leichmann statt Leichnam
„Unterweger“ am Schauspiel Köln – Auftritt 04/26
„Jeder ist Medea“
Regisseur Rüdiger Pape über „Medea 2.0“ am Orangerie Theater – Premiere 04/26
Im Netz der Lügen
„Dear Evan Hansen“ am Jungen Theater Bonn – Prolog 03/26
Die Anarchie der Wörter
„Terrorist:innen“ am Orangerie Theater – Auftritt 03/26
„Wir wollen Räume für ein anderes Zuhören öffnen“
Regisseur Martin Schulze und Dramaturgin Ulrike Janssen über „Wem gehört das Volk?“ am TdK – Premiere 03/26
Rache und Gerechtigkeit
Feministische Version der „Orestie“ am Schauspiel Köln – Prolog 02/26
Hüpfen, nicht denken
„Du musst dich entscheiden!“ am Schauspiel Köln – Auftritt 02/26
„Wir denken an ein liebevolles Beschimpfen“
Das Cuma Kollektiv inszeniert „Bühnenbeschimpfung“ am Freien Werkstatt Theater – Premiere 02/26
Spuk mit Fragezeichen
„2:22“ am Kleinen Theater Bad Godesberg – Prolog 02/26
Der Tanz der Krähe
„Die Ecke“ in der Alten Wursterei – Auftritt 01/26
„Als säße man in einem flirrenden Zirkuszelt“
Regisseur Sergej Gößner über „Der fabelhafte Die“ am Comedia Theater – Premiere 01/26
Im Hamsterrad des Grauens
„Der Gott des Gemetzels“ am Theater Bonn – Prolog 01/26
Das Meer in dir
„Aqua@Cycles“ in der Alten Feuerwache – Theater am Rhein 01/26