
The Chronology of Water
USA, Frankreich, Lettland 2025, Laufzeit: 128 Min., FSK 16
Regie: Kristen Stewart
Darsteller: Imogen Poots, Thora Birch, James Belushi
Intensives Drama über sexuellen Missbrauch und Selbstermächtigung
Blut und Wasser
„The Chronology of Water“ von Kristen Stewart
Es ist eine hohe Kunst, einen visuell und narrativ experimentellen Film zu machen, der trotzdem eine einnehmende Geschichte erzählt. Kristen Stewart („Spencer“, „Die Wolken von Sils Maria“) ist es mit ihrem Regiedebüt gelungen. „The Chronology of Water“ folgt keiner linearen Erzählung, sondern reiht Fragmente aneinander, die Stück für Stück das Leben der amerikanischen Autorin und Schwimmerin Lidia Yuknavitch (grandios: Imogen Poots) nachzeichnen. Im Zentrum: Der jahrelange sexuelle Missbrauch durch ihren Vater (Michael Epp), der Lidia ihr Leben lang beeinflusst und von dessen Folgen sie sich Stück für Stück zu lösen versucht.
Stewart schafft es, durch explosive Bildsprache Lidias seelischen Schmerz auf die Leinwand zu bannen. Intensiv, körperlich, unbedingt sehenswert.
(Marina Wudy)

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