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Catherine Laakmann mit Jürgen Vogel, der im alten Rex am Ring mit "Kleine Haie" einen der Dauerläufer schlechthin lieferte
Foto: Heike Herbertz/Filmstiftung NRW

Das Rex am Ring

21. Dezember 2007

Mitternachtskino, Kultkino, 3D-Kino: Catherine Laakmann und das Rex am Ring - Kino.Köln 12/07

Mit dem Metropolis hat sich Kinoleiterin Catherine Laakmann auf Kinofilme in Originalton und ein anspruchsvolles Kinder- und Jugendprogramm spezialisiert. Dafür wurde sie jüngst vom BKM und der Filmstiftung NRW prämiert (Foto: Catherine Laakmann mit Jürgen Vogel bei der diesjährigen Preisverleihung). Seit dem 1. August 2000 betreibt sie nun das Rex am Ring, eines der ältesten Kinos der Stadt, als One Dollar Kino und Erstaufführungskino. Damit setzt sich die Kinobetreiberin wiederholt konzeptionell von den regulären Lichtspielstätten ab: Kinofilme werden im Rex zeitversetzt, aber kostengünstiger gezeigt. Bis zu 38 Filme flimmern mittlerweile pro Tag über die sechs Leinwände. Klassiker aus der jüngeren Vergangenheit ergänzen das Programm.

Das Konzept funktioniert - wie kamen Sie vor sieben Jahren auf die Idee?

Als mir das Kino angeboten wurde, brauchte ich ein tragfähiges Konzept. Das heißt, ich musste irgendetwas machen, wo niemand mich bekämpft, wo man mir ein Stück Raum gibt, etwas zu machen. Und dann ist mir dieses wunderbare Konzept vom WOKI in Bonn aufgefallen.

Kino für kleines Geld: Kommen Sie damit anderen Kinos in die Quere?

Wir machen da niemandem Konkurrenz. Zu uns kommen die Leute, wenn sie den Film verpasst haben. Oder sie wollen einen Film nochmal gucken. Andere gehen bei dem günstigen Preis auch eher mal ein Risiko ein und schauen Filme, die sie so nicht besucht hätten. Viele meiner Kunden sagen, dass sie nie so viel ins Kino gegangen sind seit sie zu uns kommen. Ich glaube einfach, dass die Experimentierbereitschaft größer geworden und dadurch die Liebe zum Kino wieder gewachsen ist.

Sie leiten das größte One Dollar Kino Deutschlands. Wie ist der Erfolg zu erklären?

Ich glaube einfach, dass ich ein unheimlich hartnäckiger Phantast bin. Ich habe damals meinen Mitarbeitern gesagt: Wir werden das freundlichste und das preiswerteste Kino Kölns sein. Meine Mitarbeiter haben mir damals drei Monate gegeben. Ich bin einfach, auch wenn es schwierig war, bei meinem Konzept geblieben. Und ich glaube, diese Beharrlichkeit und das Engagement haben auch die Verleiher beeindruckt. Ich weiß nicht, ob ich es heute nochmal machen würde, da ich damals sehr viele Risiken eingegangen bin. Aber ich weiß, dass es kein Fehler war.

Haben Sie noch weitere Ideen für besondere Kinoformate?

Früher hätte ich immer noch gern ein reines Programmkino betrieben. Aber ich bin ausgelastet genug. Ich hoffe einfach, dass wir in der Lage sind, die Liebe zum Kino zu erhalten. Und dass sich die Leute immer wieder darauf einlassen. Denn Kino wird wirklich unterschätzt und kann sehr vieles bieten.

Das da wäre…?

Kino hat seine Funktion kulturell für mich richtig erfüllt, wenn der Film zuende ist, das Licht angeht und man wird wach.

hartmut ernst

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