Das Verbrechen ist in der Stadt allgegenwärtig. Keine Buchhandlung ohne Krimi-Ecke – die sogenannte Spannungsliteratur macht schließlich knapp 30 Prozent des Angebots aus. Dazu gibt es Hörbücher und DVDs. Nicht zu vergessen die einschlägigen TV-Serien. Insgesamt fasziniert den Konsumenten eine früher nie gekannte Breite von krimineller Energie.
choices: Herr Krems, wer kommt eigentlich für die sog. verlorenen Kosten auf, wenn sich eine Stadt wie Köln bei baulichen Planungen rechnerisch und/oder politisch verkalkuliert wie im Fall der Bühnensanierung?
Burkhardt Krems: Zahlen muss am Ende der Bürger als Steuer- und Gebührenzahler.
choices: Herr Slonka, Kölner Parteien denken über eine „Bürgerbefragung“ in Sachen Sürther Aue nach. Ein Schritt in die richtige Richtung?
Alexander Slonka: Die Richtung stimmt. Die Idee ist gut. Nur muss man jetzt auch die einzelnen Schritte richtig planen und darf vor allen Dingen keine überflüssigen Quorums-Hürden einziehen.
choices: Herr Müller-Römer, eine Frage an den Juristen: wie demokratisch muss ein deutscher Verein sein?
Stefan Müller-Römer: So demokratisch wie Gesetz und Satzung es vorsehen, also ganz normal demokratisch.
Städte-Rankings sind in. Nehmen wir zum Beispiel den Vergleich Stuttgart – Köln. Beide Städte begreifen sich als Metropole, was ihre Wirtschaftskraft oder ihr Kulturangebot betrifft. Köln kann mit Karin Beier das „Theater des Jahres“ vorweisen, Stuttgart stellte mit Klaus Zehelein immerhin den Vorsitzenden des Deutschen Bühnenvereins. Beide Städte sind auch in der Bundesliga vertreten. Allerdings: VfB wie 1. FC bewegen sich in der Tabelle ganz unten.
choices: Herr von Wrochem, wie geht es Ihnen im Kölner Karneval?Klaus von Wrochem: Wenn es losgeht,...
choices: Herr Hermans, gefallen Ihnen die Pappmaché-Popos des Rosenmontagszuges?Erich Hermans:...
choices: Herr Priess, ist Karneval Rebellion?
Hartmut Priess: Auf jeden Fall...
choices: Herr Becker, hat der Kölner Karneval noch etwas Rebellisches, oder geht es nur noch um Koma und Kloppe?
Jürgen Becker: Karnevalisierung heißt historisch immer Umkehrung...
„Nur ein netter Stabreim“, mögen manche Menschen denken. Spitzfindige werden vorrechnen, dass in jene Formel noch die horrenden Summen, die in den tollen Tagen verdient werden, die exorbitanten Mengen an Alkohol, die konsumiert werden und die etlichen Narren, die bei Schlägereien verletzt werden, mit eingerechnet werden müssen. Andere werden feststellen, dass Kommunismus nicht lustig ist und auch nie war. Von Magdeburg bis Wladiwostok wurden nur leichenbitterernste Umzüge veranstaltet, und zwar zum 1. Mai.

Wutbildung
Intro – Belesene Gesellschaft
Druck lass nach
Teil 1: Leitartikel – Das Ende der Literatur wie wir sie kennen?
„Mit der heißen Nadel gestrickt“
Teil 1: Interview – Lektorin und Schriftstellerin Nina Weber gibt Einblicke in die Literaturbranche
Für eine Stadt, die schreibt und liest
Teil 1: Lokale Initiativen – Der Verein Literaturszene Köln
Literatur erster Klasse
Teil 2: Leitartikel – Ob ein Buch lesenswert ist, hängt nicht von Genres oder Debatten ab
„Bücherlesen ähnelt einer demokratischen Verständigung“
Teil 2: Interview – Literaturkritikerin Insa Wilke über klassische und neue Literaturkritik
Literatur ohne Bindestrich
Teil 2: Lokale Initiativen – Das Festival Literaturdistrikt in Essen
Bildschirm vs. Buch
Teil 3: Leitartikel – Über Lesekompetenzen in Smartphone-Zeiten
„Lesen ist die Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe“
Teil 3: Interview – Verlegerin Julia Bielenberg über Leseförderung und Bildungspolitik
Lesen beginnt mit Lust
Teil 3: Lokale Initiativen – Germanistin Caroline Wittig führt Kinder an Literatur heran
Lesen als Bürgerrecht
Gegen die Lesekrise – Europa-Vorbild Spanien
Bestseller im Liveticker
Literatur und Bildung als Events der Leistungsgesellschaft – Glosse
Wohnträume
Intro – Das große Versagen
Von Vorwand zu Vorwand
Teil 1: Leitartikel – Politik ist nicht getrieben, sie lässt sich einspannen
„Für die Parteien steht viel auf dem Spiel“
Teil 1: Interview – Politologin Dorothée de Nève über Identität und Konsens in der Politik
Helfen statt Ausgrenzen
Teil 1: Lokale Initiativen – Das Interkulturelle Zentrum in Köln-Nippes
Die Natur nimmt sich Zeit – die wir nicht haben
Teil 2: Leitartikel – Über Naturschutz, Wirtschaft und politische Kurzsichtigkeit
„Die Einschläge kommen näher“
Teil 2: Interview – Politologe Reinhard Loske über Naturschutz und wirtschaftliche Interessen
„Fellnasen“ im Wohnzimmer
Teil 2: Lokale Initiativen – Bochumerin hilft ehrenamtlich Fledermäusen
Die Demokratie endet mit einem Wimmern
Teil 3: Leitartikel – Politik muss begreifen: Die Bevölkerung ist systemrelevant
„Deutschland ist ungleicher geworden“
Teil 3: Interview – Soziologin Bettina Kohlrausch über Armut, Existenzängste und Sozialstaat
Entlastung ist nur ein Anfang
Teil 3: Lokale Initiativen – Kindertal-Vorsitzende Susanne Bossy über Kinderarmut in Wuppertal
Neues Vertrauen
Digitale Bürgerbeteiligung – Europa-Vorbild Spanien
Ist die Welt erst ruiniert …
Gut erzählt ist auch Ungerechtigkeit eine spannende Geschichte – Glosse
Empathie-Expertise
Intro – Bonus-Level