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Zum Niederknien komisch: Krissie Illing als Queen Elizabeth II.

Genuss für alle Sinne

14. November 2016

Opulente Dinnershow „Panem et Circenses“ feiert ihren 25. Geburtstag – Bühne 11/16

Es war vor vielen Jahren, als der Österreicher Bernhard Paul, seines Zeichens Gründer (gemeinsam mit André Heller) und Direktor des Circus Roncalli, in Holland (oder Belgien) ein altes Spiegelzelt fand. Solche mobilen Pavillons mit verspiegelten Séparées und rotem Brokathimmel wurden Anfang des 20. Jhs. als Tanzclubs genutzt. Bernhard Paul restaurierte es liebevoll – voilà, die Idee zu „Panem et Circenses“ war geboren, eine Dinnershow mit Artistik, Varieté und Gourmetküche. Vor 25 Jahren fand in Köln die erste Vorführung am Rudolfplatz statt. Seitdem tourte die Show durch Mitteleuropa. Nun kehrt sie nach Köln zurück – passend zum 40. Geburtstag des Circus Roncalli.


Beim Trio Tiberti fliegen Frauen durch die Luft

Hinter dem Deutzer Bahnhof empfängt der Spiegelpalast sowie „Masha aus Russia“ die Gäste, die an opulent gedeckten Tischen Platz nehmen. Die Hauptattraktion stammt aus Great Britain: Die bekannte Comedienne Krissie Illing lässt als Queen Elizabeth II. samt Handtäschchen und Corgi kein Auge trocken. Egal, ob sie sich auf ein Date vorbereitet, die Arie der Königin der Nacht singt oder mit ihrem Lover Willi flirtet, ihr Programm „Ein Scherz und eine Krone“ ist zum Schreien komisch. Dafür bleibt bei den artistischen Einlagen der Mund offen stehen: Alla Klystha bezirzt mit der Kunst, Reifen um ihren Körper tanzen zu lassen; das aus drei Frauen bestehende Trio Beautiful besticht mit Akrobatik und Eleganz; das Duo Regal windet sich mit atemberaubender Wendigkeit eine Stange hinauf und hinunter; das Trio Tibertis dreht auf Skatern halsbrecherische Pirouetten auf kleinstem Raum. Und wirbelt nebenbei auch noch einen Zuschauer durch die Luft. Victor Mouseev verzaubert das Publikum mit seinem traumwandlerischen Geschick, Bälle tanzen und schweben zu lassen. Die brasilianischen Komödianten Vic & Fabrini verblüffen mit ihren Camouflagen und Tricks: Wo zum Teufel kam das tote Moorhuhn her? Zwischendurch unterhält die deutsch-australische Sängerin Jean Pearl mit ihren stimmlich wie visuell beeindruckenden Auftritten. Im wahrsten Sinn des Wortes glanzvoller Höhepunkt des Programms sind Yves und  Ambra Nicols, deren mit Gold bedeckten Körper verblüffende, akrobatische Performances hoch unter der Zirkuskuppel durchführen.

„Panem et Circenses“, also „Brot und Spiele“ hielten schon die alten Römer bei Laune. Im Spiegelzelt sorgen die prämierte Gastronomin Jutta Kirberg und Chef de Cuisine Mark Deitelhoff dafür, dass niemand hungrig bleibt. Ihr hochkarätiges Vier-Gänge-Menü verwöhnt jeden Gaumen. Ein Auszug gefällig? Geräucherte Entenbrust mit Rote Beete-Mousse. Karotten-Cremesuppe mit gebratener Riesengarnele und Ras el-Hanout. Rosa gebratenes Rinderfilet im Brotmantel mit Portwein-jus, glasiertem Spitzkohl, Kartoffelschmarrn und Cranberry-Chutney. Ach ja, und dann noch Schoko-Knuspermousse mit Herzkirsche und Sorbet vom Rosé Champagner. Für die Männlein mit verführerischen Beinen, für die Weiblein mit Kussmund garniert. Das Ganze ist auch als vegetarische Version erhältlich. Übrigens: Bernhard Paul wurde in Österreich zum „Gourmet des Jahres“ 2016 ernannt. Wer noch ein beeindruckendes Weihnachtsgeschenk für seine Liebsten oder Firmenmitarbeiter sucht, dem sei das bis 8.1. gastierende „Panem et Circences“ wärmstens ans Herz gelegt.

„Roncalli's Panem et Circenses“ | bis 8.1., Di-Sa 20 Uhr, So 18 Uhr | Spiegelzelt, MesseCity Köln | 0221 37 05 05 40 | www.roncalli-dinnershow.de

TEXT/FOTOS: KATJA SINDEMANN

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