Unter dem Sand (2000)
Frankreich 2000, Laufzeit: 95 Min.
Regie: François Ozon
Darsteller: Charlotte Rampling, Bruno Cremer, Jacques Nolot, Alexandra Stewart, Pierre Vernier, Andree Tainsy
Die etwas andere Witwe
Kinokeule (541), 23.11.2006
Die Leistung von Frau Rampling haben dPULSE und andere schon gewürdigt.
In diesem wundervollen Film sehen wir, dass jeder in seiner eigenen Welt lebt. Das, was wir landläufig als ?Realität? bezeichnen, wird häufig überbewertet. Ist Marie wahnsinnig? Oder ist ihre Liebe einfach zu groß um das Unwiderlegbare anzuerkennen? Wer möchte sich anmaßen, hier eine Antwort auszusprechen? Was ?Trauma? bedeuten kann, wird hier eindrucksvoll gezeigt.
Danke auch, dass der Film am Ende nicht in eine Kitsch-Falle tapst oder ein anderes Happy-End anbietet. So bleibt seine Kraft auch im Rückblick noch lange erhalten. (5 Sterne)
Endlich
Rita (21), 05.09.2003
habe ich es geschafft, diesen Film zu sehen (im OmU) und bin begeistert! Präzise und fast dokumentarisch erzählt Ozon diese Geschichte und wird dabei nie rührselig - man kann eine wohltuende Distanz einnehmen, da man nicht von der eigenen Traurigkeit ?abgelenkt? wird. Charlotte Rampling spielt ganz großartig eine Frau, die ihren Lebenspartner verloren hat und die versucht, mit diesem Verlust fertig zu werden. Ozon interessiert dabei nicht, was mit dem Mann passiert ist, sondern er konzentriert sich ganz auf die Frau, die zurückbleibt. Man beobachtet ihre intimen Gesten und Blicke, sparsam mit perfekt passender Musik untermalt (Portishead, Mahler ...). Und noch Tage nach dem Film fallen mir Szenen ein und auf mit denen Ozon das ?Darunter? und ?Dahinter? hervorhebt: Der Mann, der eine faule Wurzel hochhebt und das Gewusel der Insekten darunter beobachtet; die Frau, wie sie in ihrer verzweifelten Trauer im Sand wühlt; das Essen mit dem Verehrer, durch ein Aquarium gefilmt. Wirklich ein toller, hoch konzentrierter Film!
Une femme
gutzi (182), 02.09.2003
Einmal mehr eine wirklich großartige Leistung von Charlotte Rampling, die den Film ganz eindeutig trägt und ihn sehenswert macht. Insgesamt hätte ich mir eine gewisse Straffung oder ein wenig mehr "Pepp" gewünscht, aber für einen Fernsehabend war es allemal gute Unterhaltung.
Subtil und facettenreich
Dr. Tom (57), 04.03.2002
Ein schöner, subtiler Film, ganz auf Charlotte Rampling zugeschnitten, die sich auch nicht scheut, ihren im Film verhandelten Zerfall auch in den Zeichnungen ihrer Physiognomie widerzugeben: mal wirkt sie wie ein kleines Mädchen, dann wieder wie eine alte Frau. Derartige Filme sind eindeutig nur für Erwachsene, freigegeben ab 40.

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