
The End Of Oak Street
USA 2026, Laufzeit: 99 Min., FSK 12
Regie: David Robert Mitchell
Darsteller: Anne Hathaway, Ewan McGregor, Maisy Stella
>> www.warnerbros.de/de-de/filme/end-oak-street
Hail USA!
uykusuz (1), 19.09.2026
Einmal mehr zeigt uns das amerikanische Kino von innen heraus, wie der Amerikaner, eigentlich der westlich Zivilisierte, aber am besten jeder einzelne Mensch im Kapitalismus zu leben hat: Obwohl feststeht, dass sich die Realität verschoben hat, halten Figuren weiterhin an eigener Persönlichkeit und emotionalen Erinnerungen fest. Anthropologische Untersuchungen belegen, dass bereits ein leichtes Rütteln an der Zivilisation sofort den Überlebensmodus jedes Menschen aktiviert und man dadurch jede Etikette, jede Maske verliert.
Des Weiteren ist allen Lebewesen phylogenetische Verhaltensmechanismen eingewoben, die salient machen, dass ihr Überleben in fast allen lebensbedrohlichen Situationen – insbesondere bei einer Versetzung ins Jura – in Kooperation mit anderen am wahrscheinlichsten ist. Dennoch nehmen unsere Protagonisten keinen Kontakt zu ihren Nachbarn auf. Zweite Botschaft an den Zuschauer ist, du musst dich alleine durchs Leben schlagen. Der Markt regelt es auch, wenn "dumme Leute" wie die koreanische Nachbarin (natürlich muss es ein Ausländer sein, denn die bringen aus ihrer rückständigen Kultur etwas mit, das der Amerikaner als "Klotz am Bein" bewertet: Hilfe aus Mitgefühl) in letzter Sekunde die Tür ihres sicheren Zimmers öffnet und andere rettet, und dabei selbst umkommt: Wenn du sicher bist, verlasse deinen Ort nicht; begebe dich nicht in Gefahr für irgendjemand anderes! Aber wir wissen alle, dass der Mensch auch in extremen Situationen unberechenbar handeln kann, wenn das durch die Kultur immer weiter ausgebaute Ego plötzlich verschwindet.
Und am Ende rettet unsere Familie telefonisch sogar noch die Leute, die diese obige Ellenbodenmentalität nicht wie sie anwenden wollten oder konnten. Dabei ist deren Rettung nur eine Nebenbeschäftigung, da man in dieser Zeit ohnehin auf den Vater warten musste. Hätte die Mutter nicht angerufen, keine Telefonkette gestartet, wäre sie als Unmensch abgestempelt worden. Also ist der Schrei der Menschlichkeit in Augen des Amerikaners etwas, dem man erst ganz am Ende hören darf, nicht während eines Prozesses, denn dieser wird durch andere nur gestört – andere Menschen sind nur Hindernisse beim Erreichen meiner Ziele!

Dokumentarische Mischformen
„New Voices – New Forms“ in der Aula der KHM – Foyer 09/26
50 Jahre Tony Marroni
Der Superbulle mit der Strickmütze – Portrait 09/26
Wunden und Heilung
Das 23. Afrika Film Festival Köln – Festival 09/26
Faszination Filmerbe
Das 42. Bonner Sommerkino – Internationale Stummfilmtage – Festival 08/26
„Als Filmemacher habe ich alles verloren“
Ibrahim Snoopy über die Lage und das Filmemachen im Sudan – Portrait 07/26
Nach wie vor relevant
„Virginia Woolf’s Night & Day“ im Cinenova – Foyer 07/26
Was uns im Juli erwartet
Das „größte Fest aller Zeiten“, Fußball und Kino – Vorspann 07/26
Oppositionelle in der DDR
„Bärbel Bohley – Tagebuch einer Auflehnung“ im Filmhaus – Foyer 06/26
Einmalig in der deutschen Filmszene
„Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ im Weisshaus – Foyer 06/26
Kino ist Oper ist Kino
Das Singspiel und die Leinwand – Vorspann 06/26
Ein Wonnemonat für Filmfans
Neustarts und Preisverleihungen im Mai – Vorspann 05/26
„Es geht vor allem um Selbstermächtigung“
Regisseur Markus Schleinzer über „Rose“ – Gespräch zum Film 05/26
Was es bedeutet, ein Mädchen zu sein
„Girls Don’t Cry“ im Odeon – Foyer 04/26
Die Hose als Freiheit
NRW-Premiere von „Rose“ im Düsseldorfer Cinema – Foyer 04/26
Köln als Geburtsstadt des Kinos
Stefanie Wüster-Bludau über die Jubiläumsveranstaltung „Wir feiern 130 Jahre bewegte Bilder“ – Portrait 04/26
Feiern im Kreis von Freunden
„Die Schwester der Braut“ im Filmforum – Foyer 04/26
Filme in die Welt tragen
Das Internationale Frauenfilmfest Dortmund+Köln – Festival 04/26
„Kein großes Spektrum an Geschlechtsvielfalt“
Schauspielerin Caro Braun über „Rose“ – Roter Teppich 04/26
Ein Fest im Dunkeln
20 Jahre Filmforum NRW – Festival 04/26
Weimerer Republik
Zur freien Filmkunst – Vorspann 04/26
Film für die ganze Familie
„Mein Freund Barry“ im Cinedom – Foyer 03/26
Was uns blüht
Die Oscars und die Zukunft mit KI – Vorspann 03/26
Zu Unrecht beschuldigt
„Blame“ im Odeon – Foyer 02/26
Bilder von Arbeit, Arbeit am Bild
Das Symposium der dokumentarfilminitiative im Filmhaus Köln – Foyer 02/26
Fiktion mit realen Hintergründen
„White Snail“ im Filmhaus – Foyer 02/26