Der choices-Publikumspreis des diesjährigen Afrika Film Festivals Köln ging am Samstagabend an Sandulela Asandas „Black Burns Fast“. Die Tragikomödie, die ihre internationale Premiere vor einem halben Jahr auf der Berlinale feierte, erzählt von der 17-jährigen Vorzeigeschülerin Luthando, die sich an einem strengen, religiösen Internat ausgerechnet in eine Mitschülerin verliebt – und damit die Sanktionsbüchse der Pandora, sprich der Schulverwaltung und konservativen Schülerschaft, öffnet. Mit hervorragenden Darstellerinnen und urkomischen Szenen, die das Lieben und Erwachsenwerden mit und abseits aller „Konventionen“ widerspiegeln, ist Asanda laut dem Attitude Magazine ein „Instant Queer Teen Comedy Classic“ gelungen. Das Festivalpublikum feierte den Film lautstark und choices-Redakteurin Marina Wudy konnte den Preis- nach der Auszählung aller Stimmen der letzten zehn Festivaltage - an Michaela und Mavis von Black & Queer NRW überreichen.
In seiner Abschlussrede wies Festivalleiter Sebastian Fischer noch einmal auf die Relevanz des drei Jahrzehnte bestehenden Festivals hin, das zwar immer mehr Programm, Gäste und Zuschauer habe - aber keine gesicherte Finanzierung. Fischer appellierte „an die Stadt Köln, an das Land Nordrhein-Westfalen, an Förderinstitutionen und an alle, die über Kulturförderung entscheiden“, die Orte zu finanzieren, an denen gesellschaftlicher Zusammenhalt entstehe. „Wenn ihr wollt, dass Schwarze und afrikanische Perspektiven selbstverständlich Teil unserer Kulturlandschaft sind, dann sorgt dafür, dass die Strukturen, die diese Arbeit leisten, nicht permanent um ihre Existenz kämpfen müssen.“
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