
Au cimetière de la pellicule
Frankreich, Guinea, Senegal, Saudi-Arabien 2023, Laufzeit: 90 Min.
Regie: Thierno Souleymane Diallo
Kurzweilige Reflexion über die Bedeutung des Kinos
Verlorener Erinnerungsraum
„Au cimetière de la pellicule“ von Thierno Souleymane Diallo
In seiner ersten Langfilm-Dokumentation begibt sich der Filmemacher Thierno Souleymane Diallo aus Guinea auf die Suche nach dem Film „Mouramani“ von Mamadou Touré aus dem Jahr 1953. Es soll der erste von einem Schwarzen in Guinea gedrehte Film sein. Die Inhaltsangaben widersprechen sich, und auch in alten Kinos, Filmschulen, DVD-Läden oder bei Zeitzeugen findet er nur respektvolles Geraune über den Film – gesehen hat ihn niemand. Diallos Reise, die ihn schließlich in die französischen Filmarchive führt, ist aber nur in dieser Hinsicht erfolglos. Denn anstelle des Films zeigt er uns ein Land, das seine Zukunft nicht kennt und seine (Kino-)Geschichte zu vergessen droht – und damit auch einen gemeinsamen Erinnerungsraum. Eine spannende, zuweilen sehr humorvolle Entdeckungsreise.

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