Sterne
Deutschland, Bulgarien 1959, Laufzeit: 92 Min., FSK 12
Regie: Konrad Wolf
Darsteller: Sasha Krusharska, Jürgen Frohriep, Erik S. Klein
Regisseur Konrad Wolf stellte erstmal Holocaust dar
Olli (93), 22.02.2026
Seit ewiger Zeit hatte ich das Kino Black Box im Düsseldorfer Filmmuseum nicht mehr besucht. Der Name Konrad Wolf, Regisseur des angekündigten Films "Sterne" hat mich aufhorchen lassen. Prinzipiell finde ich es interessant und auch ein wenig mutig, einen Film von Konrad Wolf zu präsentieren. Immerhin war er ein strammer Kommunist und damit nach dem Krieg im DDR-Regime verwurzelt. Seine Familie emigrierte im dritten Reich über mehre Staaten in die Sowjetunion. Als 19jähriger kam er als Offizier der sowjetischen Armee dann zurück nach Deutschland. Aber Konrad Wolf eckte in der DDR durchaus auch an. Vielleicht konnte er sich das aufgrund seines gesellschaftspolitischen Werdegangs und seines grundsätzlichen Standpunkts leisten. Ich erinnere mich, als Wolfs Film "Solo Sunny" 1979 ins Kino kam. Heute würde man daran nicht den geringsten Anstoß nehmen und ihn eher unspektakulär empfinden. Für die DDR hatte die Aufmüpfigkeit der Schlagersängerin Sunny etwas von einer kleine Revolution.
Nun zu "Sterne":
Mit diesem Film wurde 14 Jahre nach Kriegsende erstmals die Judenverfolgung thematisiert. Faszinierend ist aus heutigem Sicht der Blick auf das bulgarische Städtchen in dem die Gruppe griechischer Juden kurzzeitig stationiert wurde. Die schauspielerische Darstellung der "Beziehung" zwischen dem Unteroffizier Walter und der Jüdin Ruth würde man heute sicherlich anders herausarbeiten. Sie wirkt in Film doch sehr gestellt.
Sofort wieder erkannt habe ich Erik S. Klein. Er glänzt in seiner Rolle als Leutnant Kurth, dem (Kriegs-)Freund von Walter und unbekümmerten Lebemann. Die Figur stellt für mich auch am ehesten einen Bezug zur heutigen Gesellschaft dar.

Zu Unrecht beschuldigt
„Blame“ im Odeon – Foyer 02/26
Bilder von Arbeit, Arbeit am Bild
Das Symposium der dokumentarfilminitiative im Filmhaus Köln – Foyer 02/26
Fiktion mit realen Hintergründen
„White Snail“ im Filmhaus – Foyer 02/26
Nur das Allerbeste?
Vom kollektiven Drang zum relativierten Superlativ – Vorspann 02/26
Alles auf Anfang
Lebensfragen aus weiblicher Perspektive – Vorspann 01/26
„Es ist niemals Pause“
Katharina Pethke über ihre Filme zur Arbeitswelt – Portrait 12/25
„Stromberg hat Relevanz für die heutige Zeit“
Ralf Husmann über „Stromberg – Wieder alles wie immer“ – Gespräch zum Film 12/25
„Beweise sichern für das, was afghanische Frauen durchmachen“
Sahra Mani über ihren Film „Bread & Roses: A Fight for Women's Rights“ - Portrait 12/25
Langfilmdebüt einer Schauspielerin
„Paternal Leave – Drei Tage Meer“ im Filmhaus – Foyer 12/25
Heldenspektakel
Männerrollen auf Leinwand – Vorspann 12/25
Grenzenlos
10. European Arthouse Cinema Day – Festival 11/25
In NRW wird Kino wirklich gelebt
Verleihung der Kinoprogrammpreise NRW in der Wolkenburg – Foyer 11/25
Raus aus dem Schmuddelwetter
Tiefgründige Filme im No!vember – Vorspann 11/25
Auf Identitätssuche
Die 17. Ausgabe des Filmfestivals Cinescuela in Bonn – Festival 11/25
Unermüdliches Engagement für den Schnitt
„Kammerflimmern“ im Filmhaus – Foyer 10/25
„Es geht darum, Verbindung herzustellen und zu fühlen“
Zwei Fragen an Filmemacherin Laura Heinig – Portrait 10/25
„Die wichtigste Strategie: nicht aufgeben“
Zwei Fragen an Filmemacherin Lenia Friedrich – Portrait 10/25
Der Mensch hinter der Legende
choices Preview im Odeon Kino – Foyer 10/25
Father Mother Sister Brother
Start: 26.2.2026
Marty Supreme
Start: 26.2.2026
„Für mein Debüt bündle ich im Moment alle Kräfte“
Zwei Fragen an Filmemacherin Kim Lea Sakkal – Portrait 10/25
The Chronology of Water
Start: 5.3.2026
Jeunes Mères – Junge Mütter
Start: 5.3.2026
The Bride! – Es lebe die Braut
Start: 5.3.2026
Preisträgern auf den Zahn fühlen
Artist Talks des Film Festival Cologne im Filmpalast - Foyer 10/25