
Exit 8
Japan 2025, Laufzeit: 95 Min., FSK 12
Regie: Genki Kawamura
Darsteller: Kazunari Ninomiya, Yamato Kôchi, Naru Asanuma
Stimmungsvolles Horrordrama
In den Gängen
„Exit 8“ von Genki Kawamura
Horror boomt, und oft sind es ganz schlichte Ideen, die dem Spuk eine originelle Grundlage verschaffen. Kahle Räume beispielsweise („Backrooms“), oder wie hier: Ein gekachelter U-Bahn-Gang in Tokio. Durch den irrt ein junger Mann (Kazunari Ninomiya) unversehens in räumlicher Endlosschleife: Er geht um drei Ecken und steht wieder dort, von wo auser loslief. Doch der Wahnsinn hat Regeln: Bemerkt der unfreiwillige Kandidat Anomalien, muss er zurückgehen. Beim achten gelungenen Versuch kommt er raus. Versäumt er eine Anomalie, fängt er von vorn an.
Regisseur Genki Kawamura adaptiert das gleichnamige Indie-Game von 2023, wechselt gewitzt Perspektiven, zitiert Escher und Kubrick und liefert dazu auch noch, leicht bemüht, den gesellschaftskritischen Überbau. Spannend und sympathisch.
(Hartmut Ernst)

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