
Elysium
USA 2013, Laufzeit: 109 Min., FSK 16
Regie: Neill Blomkamp
Darsteller: Matt Damon, Sharlto Copley, Jodie Foster, William Fichtner
>> www.elysium-film.de/site
Gesellschaftskritischer Science Fictioner
Revolution!
„Elysium“ von Neill Blomkamp
Der Südafrikaner Neill Blomkamp landete 2009 einen kleinen Überraschungshit mit seinem Science Fictioner „District 9“. Mit „Elysium“ bleibt er dem Genre treu, und auch Gesellschaftskritik wird weiterhin ganz groß geschrieben. Die Menschheit ist verteilt auf Mutter Erde und eine gigantische Raumstation namens Elysium. Drunten wird geknechtet, der Mensch ist Ware, droben residieren die Mächtigen in Reichtum und bester Gesundheit. Erdbewohner Max (Matt Damon) wird bei einem Arbeitsunfall radioaktiv verstrahlt. Seine einzige Chance ist Elysium, wo medizinisches Gerät parat steht, das ihn heilen könnte. Für das Ticket nach oben begibt er sich in den Untergrund. Doch Verteidigungsministerin Rhodes (Jodie Foster) setzt bereits einen Killer auf die revolutionären Zellen an – und plant nebenbei den Putsch im Himmelsparadies.
Sein soziales, ambitioniertes Herz ehrt Blomkamp, aber dramaturgisch ist das Ganze dann doch zu ausgestellt, die Handlung zu gradlinig, die Figuren zu eindimensional. Die Schauwerte bleiben weitestgehend unspektakulär, die Montage beim Zweikampf zu wirr. Da bleibt nicht mehr viel, außer ein durchschnittlicher Science Fictioner ohne Überraschungen. Immerhin: Blomkamp bleibt seinem Look aus „District 9“ treu: Die geschulterte Kamera sucht sich ihren Weg durch das irdische Slum und bebildert gelungen trostlos unterdrückte Menschen. Das ist bedrückend, und Matt Damon und Jodie Foster leisten dazu gute Arbeit als Mann aus dem Volk und als eiskalte Machtpolitikerin.
(Hartmut Ernst)

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