
Eine Erklärung für alles
Ungarn, Slowakei 2023, Laufzeit: 127 Min., FSK 12
Regie: Gábor Reisz
Darsteller: Gáspár Adonyi-Walsh, Istvan Znamenak, András Rusznák
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Mit leichter Hand inszenierte Beobachtung gesellschaftlicher Spaltung
Stille Post in alle Richtungen
„Eine Erklärung für alles“ von Gábor Reisz
Ábel steht kurz vor seiner Abiturprüfung. Aber konzentrieren kann er sich nicht so recht. Er muss zu viel an seine Mitschülerin Janka denken. In der Geschichtsprüfung kriegt er dann kein Wort raus. Als der Geschichtslehrer ihn auch noch auf seinen Anstecker am Revers anspricht, ist alles aus. Er fällt durch. Über viele Ecken spricht sich die Geschichte langsam rum, denn die Anstecknadel zur Unabhängigkeit Ungarns trägt man außer zum Nationalfeiertag nur, wenn man Orban-Anhänger ist. Das Politikum zieht immer größere Kreise.
Regisseur Gábor Reisz beobachtet die Verwicklungen trotz des politischen Hintergrunds mit Gelassenheit und filmischer Verspieltheit. Die gesellschaftliche Anspannung zwischen den Polen überführt er schließlich in ein Finale, das überrascht.

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