Belladonna Of Sadness
Japan 1973, Laufzeit: 93 Min., FSK 16
Regie: Eiichi Yamamoto
Einzigartiges Zeichentrick-Experiment in restaurierter Fassung
Eklektizistische Exploitation
„Belladonna of Sadness“ von Eiichi Yamamoto
In den 60er Jahren hat Yamamoto niedlichen Zeichentrick wie „Astro Boy“ oder „Kimba“ gemacht, mit „Belladonna“ hat er sich 1973 ausgetobt: Eine Sexploitation-Story über eine vergewaltigte junge Bäuerin, die einen Pakt mit dem Teufel eingeht, um Schmerz und Angst in Lust und Mut zu verwandeln, hat der Regisseur in einen wilden Eklektizismus zwischen Jugendstil, Surrealismus, Pop-Art und Psychedelic gekleidet. Die Bilder sind teils animiert, oft werden die Bildbahnen aber nur von der Kamera abgefahren. Die Ambivalenz zwischen einerseits Sex und Freiheit und andererseits Porno und Ausbeutung, wie man sie aus dem Japan der 70er Jahre gut kennt, ist in diesen fantastischen Farbwirbeln gut zu ertragen. Das einzigartige Filmexperiment kommt nun in einer restaurierten Version erstmals ins deutsche Kino.
(Christian Meyer)
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