Allein in vier Wänden
D 2007, Laufzeit: 85 Min., FSK 12
Regie: Alexandra Westmeier
In einem russischen Gefängnis sind Kinder inhaftiert. Sie haben geklaut, geprügelt oder gar gemordet.
Es ist eine Mischung aus Gefängnis und militärischer Erziehungsanstalt, in der die Kinder von 11 bis 16 Jahren ihre Haftstrafe absitzen. Teils emotionslos, teils mit den Tränen ringend erzählen sie von ihrem Alltag, den Taten, die sie herbrachten, und ihren Hoffnungen für die Zukunft. Die Kinder wirken auf befremdliche Art erwachsen und können ihre Situation gut reflektieren. Ihre derzeitige Lage ist nicht die schlechteste: Hier haben sie zu essen und lernen in der Schule. Wenn der Film aber die Wohnorte der Kinder besucht, verflüchtigt sich schnell der Optimismus, dass sie danach in dieser Gesellschaft zurechtzukommen werden. Schließlich endet dieser schonungslose Blick auf eine kaputte Gesellschaft und ihre jüngsten Mitglieder mit der ernüchternden Tatsache, dass 91% der Kinder wieder im Gefängnis landen werden.
Interview mit Alexandra Westmeier
(Christian Meyer)

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