Als der junge Problemlöser Fynn (Daniel Sträßer) bei einem Montagejob seine Mietwohnung unter Wasser setzt, kommt er mit der 20 Jahre älteren Marlen (Corinna Harfouch) in Kontakt, die die Wohnung unter ihm bewohnt und eine notorische Sammlerin ist. Die beiden höchst gegensätzlichen Menschen entdecken im Lauf der Zeit dennoch, dass sie sich gegenseitig helfen und voneinander profitieren können. Natja Brunckhorst („Christiane F.“) beschränkt sich in ihrem Regiedebüt „Alles in bester Ordnung“ (Cinenova, Cineplex, Odeon, Rex am Ring) auf das Wesentliche und konzentriert sich fast ausnahmslos auf das Zusammenspiel ihrer beiden Protagonisten. Dadurch kann sie deren Gegensätze sehr deutlich herausarbeiten und analysieren. Mit gewitzten Dialogen lockert sie das eigentlich ernste Thema immer wieder auf und verleiht der Erzählung etwas Märchenhaftes, mit der sie ihr Publikum überrascht und verzaubert.
Natja Brunckhorst ist am Mittwoch, 1.6. um 20:30 Uhr zu Gast im Odeon und am Donnerstag, 2.6. um 18 Uhr zu Gast im Cineplex.
Am Denkmal für ihren versrorbenen Mannes, der von der ETA vor Jahren ermordet wurde, trifft Maixabel Lasa (Blanca Portillo) auf Ibon Etxezarreta (Luis Tosar) – einen der Mörder ihres Mannes. In überraschen ruhigen Bildern beobachtet Icíar Bollaíns „Maixabel – Eine Geschichte von Liebe, Zorn und Hoffnung“ (Cinenova, Filmpalette, Bonner Kinemathek, OmU in der Filmpalette und im OFF Broadway) beobachtet seine Protagonistin, wie sie sich langsam aus der Trauer heraus in die Notwendigkeit einer positiven Wendung der Geschichte arbeitet. Der Film begleitet ebenso intim zwei der Täter, wie sie im Gefängnis und im Rahmen eines Sozialisationsprogramms nach und nach zur Reue finden und sich ihren Taten stellen – und schließlich auch ihren Opfern. Die Ruhe und Beharrlichkeit dieser aufeinander zulaufenden Bewegungen – die nicht ohne Rückschläge verläuft – entfaltet schließlich eine unglaubliche Kraft, die sogar in der aktuellen weltpolitischen Lage so etwas wie Hoffnung nicht ganz irrational erscheinen lässt.
Außerdem neu in den Kinos: Jonas Rothlaenders Bestandsaufnahme „Das starke Geschlecht“ (Filmhaus, am 26.5. um 18:30 Uhr mit dem Regisseur), John Maddens historisches Agentendrama „Die Täuschung“ (Cinedom, Cineplex, Rex am Ring, UCI, OV im Metropolis), Joseph Kosinskis spätes Flieger-Sequel „Top Gun: Maverick“ (Autokino Porz, Cinedom, Cineplex, Residenz, Rex am Ring, UCI, OmU im Metropolis, OV im Cinedom, Cineplex, Metropolis, Rex am Ring und UCI), Adam Gunns Animationsabenteuer „Mia and Me - Das Geheimnis von Centopia“ (Cinedom, Cineplex, Rex am Ring, UCI) und Sharon von Wietersheims neuer Pferdeoper „Immenhof - Das große Versprechen“ (Cinedom, Cineplex, Metropolis, Rex am Ring, UCI).
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