
Peter Handke – Bin im Wald. Kann sein, dass ich mich verspäte.
Deutschland 2016, Laufzeit: 88 Min., FSK 0
Regie: Corinna Belz
>> www.bin-im-wald.de
Eigentümliches Portrait über einen großen Literaten
„Leider bin ich nicht mehr so frech.“
„Peter Handke: Bin im Wald. Kann sein, dass ich mich verspäte ... “ von Corinna Belz
Was ist aus dem Mann geworden, der erst die Gruppe 47 beschimpfte und dann sein Publikum? Der zu der Beerdigung von Slobodan Milošević reiste und eine Buchpreis-Nominierung ablehnte? Ein schrulliger Kauz, möchte man nach den ersten Filmminuten sagen, der im Wald Pilze sammelt, im Garten Bleistifte anspitzt und die moderne Technik „wenig erotisierend“ findet. Doch so einfach lässt Corinna Belz ihren Protagonisten Peter Handke nicht davon kommen. Die Regisseurin braucht ein wenig, um sich diesem Mann zu nähern. Länger als bei Gerhard Richter und ihrem preisgekrönten Film „Gerhard Richter Painting“. Doch bald entspannt sich auch hier ein intensiver Dialog über das Leben und das Schreiben, in dessen Verlauf der Literat Peter Handke umso eindrücklicher zum Vorschein kommt.
(Simone Schlosser)

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