
Lebensansichten eines Huhns
Deutschland, Griechenland, Ungarn 2025, Laufzeit: 97 Min., FSK 12
Regie: György Pálfi
Darsteller: Maria Diakopanayotou, Argyris Pandazaras, Yannis Kokiasmenos
Schwarze Komödie
Henne auf der Flucht
„Lebensansichten eines Huhns“ von Pálfi György
Es braucht mehr Filme aus der Perspektive von Tieren! Das dachte sich vermutlich auch der ungarische Regisseur Pálfi György: Mit „Lebensansichten eines Huhns“ erzählt er die Biografie einer Henne, der die Flucht aus der Gefangenschaft gelingt – mehr oder weniger. Das Huhn entkommt den tödlichen Fließbändern der Geflügelindustrie und erreicht als Schwarzfahrerin ein Restaurant am Mittelmeer, stolpert von einem Käfig in den nächsten. Immer wieder dringt die Henne dabei in Orte ein, in denen Federvieh nichts verloren hat und wird so ungewollt Zeuge der schmutzigen Geschäfte der Zweibeiner. Eine friedliche Koexistenz zwischen Mensch und Tier ist nicht in Sicht.
Dass es der Hauptdarstellerin biologisch bedingt an Ausdruckskraft mangelt, ist eine der größten Stärken des Films. Die besten Momente entstehen dann, wenn die geflügelte Protagonistin den Menschen und ihren Problemen mit der Nonchalance eines Dinosauriers begegnet.
(Tim Weber)

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