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08/18 Fair handeln

FRAGEN DER ZEIT
Redaktionsskizze: wie choices & Co. das jeweils nächste Thema planen
(für choices/Kölnengels/Wuppertal und trailer/Ruhr)
Drei Magazine in NRW – ein THEMA

Foto: C. Schüßler / fotolia.com

Handel als Beförderer von Wohlstand, Nationenannäherung und Frieden . Diese Hoffnungen verbanden sich mit dem 1947 beschlossenen, 1948 in Kraft getretenen Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen (GATT). Die Notwendigkeit eines verbindlichen, sogar völkerrechtlich bindenden Rahmens für weltweiten Handel begrüßen auch viele Menschen, die die konkreten Ausgestaltungen kritisieren, die jener rechtliche Rahmen bis heute erfahren hat. So wirbt der ehemalige Chefökonom der Weltbank, Joseph Stiglitz, seit Jahrzehnten dafür, das System zu reformieren und u.a. für eine „globale Wettbewerbsbehörde“. Auf Zerstörung des rechtlichen Rahmens zielt dagegen US-Präsident Trump, wenn er feststellt, er wolle sich an internationale (Handels-)Regeln nur dann halten, wenn sie den USA zu Gute kommen – mit anderen Worten: Weg mit den Regeln, jeder gegen jeden, auf dass die Stärksten überleben! Ein Spiel, auf das sich neue Mächtige wie China und Indien noch einlassen mögen, das viele andere aber weiter ins Hintertreffen rücken wird. Ohnehin stehen die VerliererInnen der Weltwirtschaft nicht erst seit Trump fest. Ihnen widmen sich die Berichte über die Verarmung ganzer Nationen, über Artensterben, Lebensraumverlust und Umweltverschmutzung, über das wachsende Gefälle zwischen Reich und Arm, zwischen Macht und Ohnmacht, über die Übernutzung der natürlichen Ressourcen oder über Flüchtlingsströme. Welche Entwicklungen sind bereits in Gang, welche sind zu erwarten, welche wünschenswert? Und wo haben wir selbst die Möglichkeit, fair zu handeln – hier und heute?

 Medienteil EINS: Wandel durch Handel.

Wir beziehen Erdöl aus Diktaturen , unser Alltag wird von Elektronik bestimmt deren Zutaten in Gestalt Seltener Erden unter menschenverachtenden Bedingungen gewonnen werden, wir reiben uns an Putins Russland auf, dessen Erdgas uns dennoch unverzichtbar scheint, indische Bauern vergiften sich mit Chemikalien, mit denen sie ‚unseren‘ Reis anbauen. Doppelmoral, Arroganz, Gleichgültigkeit, Zynismus sind die Schlagworte, wenn wirtschaftliche Interessen und Menschenrechte ganz offen gegeneinander stehen. (Ein Auszug aus der Detailplanung)

 Medienteil ZWEI: Hier handeln. 

Kaffee und Schokolade mit Gütesiegel für fairen Handel kennen wir längst. Hinzu kommen mittlerweile u.a. Kleidung, Elektroartikel und Reisen. Mit rund eineinhalb Milliarden Umsatz im Jahr 2016 ist das Volumen fair gehandelter Waren in Deutschland stetig gestiegen. Das Konzept leuchtet ein, die Warenkette zu kontrollieren und zu gewährleisten, dass alle Beteiligten angemessen am Umsatz beteiligt werden. 
(Ein Auszug aus der Detailplanung)

 Medienteil DREI: Nutzen statt Kaufen

Fast keine Ware in der Welt, die uns nicht zur Verfügung steht . Obstregale, die vor Südfrüchten überquellen, versetzen uns nicht in Staunen, stattdessen zweifeln wir an der Fähigkeit des Ladenpersonals, wenn nur die Bananenkiste doch einmal leer ist, wenn Cherimoya, Rambutan oder Kiwano nicht wenigstens schon bestellt sind. Dann sind da die Güter, die wir ständig besitzen, doch allzu selten nutzen – allen voran das Auto. Ökologische und soziale Folgen liegen auf der Hand. Die Alternativen doch auch, eigentlich. (Ein Auszug aus der Detailplanung)

 

Ihre choices-Redaktion

Unsere Fragen – Ihre Meinung

1) Halten Sie das Thema FAIR HANDELN für aktuell relevant?

2) Hat Ihnen unsere Bearbeitung des Themas neue Denkanstöße gegeben?

3) Fair handeln – hier und heute – aber wie?

 

Wer mag, schreibt uns an meinung@choices.de. Wir freuen uns auf Post.

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