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Themenplan 04/18

FRAGEN DER ZEIT
Redaktionsskizze: wie choices das jeweils nächste Thema plant
(für choices.de, engels-kultur.de und trailer-ruhr.de)
Drei Magazine in NRW – ein THEMA

Foto: sumikophoto / fotolia

Aufmacher-Thema April 2018:
BIENENGLÜCK. Die Biene, das Land, der Mensch (bereits erschienen!)
Industrielle Ernährung, Verantwortung und Lebensqualität.

Bienensterben – das Schlagwort ist uns mittlerweile allzu vertraut. Wie so oft bei öffentlichen Debatten treffen verhärtete Fronten aufeinander, die sich gegenseitig Desinformation, Alarmismus, Beschönigung, Verharmlosung, Lobbyismus oder Aktionismus vorwerfen. Also, was nun? Sind unsere Westlichen Honigbienen (Apis mellifera) in ernster Gefahr – und mit Ihnen eine Vielzahl weiterer Insekten und Spinnentiere? Die Sorge um Flora und Fauna treibt nicht alle um, und abgewägt gegenüber Wirtschaftsinteressen zieht sie in der Regel den Kürzeren. Doch im Fall der Honigbienen könnte auch hartgesottenen Gewinnmaximierern aufgehen, dass ihr Verschwinden eine Katastrophe bedeutete: Der wirtschaftliche Wert der blütenbestäubenden Hautflügler wird beziffert auf weltweit rund 150 Milliarden Euro. In sog. Entwicklungs- wie Industrieländern werden rund 15-22 Prozent der landwirtschaftlichen Produktion auf sie zurückgeführt, und Statistiken führen sie hinter Rind und Schwein an dritter Stelle der bedeutendsten Tiere in der Landwirtschaft. Sie gelten keineswegs als die effizientesten Bestäuber, sind aber Generalisten, lange Zeit im Jahr aktiv, transportierbar, gezielt vermehrbar und es gibt – bislang – sehr viele von ihnen. Tragen wir zu ihrer in Frage stehenden Misere bei, oder verschulden wir sie ausschließlich? Sind einzelne Ursachen verlässlich identifiziert oder stehen wir vor einer undurchschaubaren, multikausalen Herausforderung , wenn wir das Problem anerkennen und etwas dagegen tun wollen? Ist es ein Umweltgift, das den Bienen das Leben schwer macht, eine verarmte natürliche Umwelt, unachtsame Felderwirtschaft, die zig tausende Bienen regelmäßig einfach ‚wegmäht‘, eine laienhafte Imkerschaft, die die eigenen Bienenvölker nicht anständig zu pflegen weiß, ein eingeschleppter Parasit, eine Zucht, die nur den Honigertrag im Blick hat und die Widerstandsfähigkeit der Tiere vernachlässigt – oder ist es mal wieder der Klimawandel? Wir ahnen es: An Gefahren für die Biene herrscht kein Mangel. Was tun?

Medienteil EINS: Gefährdetes Glück

Menschliches Leben ohne Landwirtschaft? Wie sollte das gehen? Entsprechend scheuen wir keinen Aufwand, die Ausbeute auf unseren Feldern zu maximieren. Ein gewaltiger Chemikalieneinsatz gehört seit Dekaden selbstverständlich dazu. Ein Risiko vermutlich nicht nur für die Biene, sondern für Mensch, Tier und Umwelt im allgemeinen und nicht zuletzt eine verarmte, von Monokulturen geprägte Landschaft – statt Blütenvielfalt... (Ein Auszug aus der Detailplanung)

Medienteil ZWEI: Glückliche Lebensräume

Leicht ist es, über eine industrialisierte Landwirtschaft zu klagen, wenn es um Artensterben und Lebensraumverlust geht. Der brisante Befund des Entomologischen Vereins Krefeld, rund vier Fünftel unserer Insekten seien verschwunden, betrifft aber uns alle – über konkrete Zahlen muss dafür gar nicht mehr gestritten werden. Würden die Millionen Privatgärten allein in Deutschland mehr Wert auf Pflanzen- und Bodenvielfalt legen statt auf Rasenschnitt, Gartenzwerg und Schneckenkorn, dann wäre schon viel gewonnen... (Ein Auszug aus der Detailplanung)

Medienteil DREI: Glücklich Imkern

Die Honigbiene als quasi-domestizierte Begleiterin des Menschen ist gebunden an seine Pflege. Wächst die Imkerschaft, dann gibt es auch mehr Bienen; kommt es gar zu modegleichen Trends nach dem Motto „Imkern ist das neue Yoga“, dann sollte es in Städten wie Feldern ordentlich brummen ob all der fleißigen Bienen. Theoretisch. Tatsächlich ist das Imkern ein anspruchsvolles Handwerk, gehört einiges dazu, einen Stock gut durch das Jahr zu bringen... (Ein Auszug aus der Detailplanung)

 

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