
Denk ich an Deutschland in der Nacht
Deutschland 2017, Laufzeit: 105 Min., FSK 0
Regie: Romuald Karmakar
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Unprätentiöser Blick auf die Arbeit des DJs
Raving-Society
„Denk ich an Deutschland in der Nacht“ von Romuald Karmakar
Früher hat der Discjockey zum Anheizen der Masse zwischen den Stücken viel geredet. Als sich daraus der MC bzw. Rapper abgespalten hat, wurde der DJ stumm. Vor Karmakars Kamera darf er wieder zu Wort kommen und erklären, was er da eigentlich macht, damit andere Menschen feiern und tanzen.
Dass das Auflegen im Club meist nicht mal eigener Musik trotzdem musikalische Fähigkeiten, aber auch Instinkt, Empathie und Sinn für Dramaturgie erfordert und zugleich zu allerhand philosophischen Diskursen anregt, beweist Karmakars Doku, die altgediente Techno-DJs wie Move D, Ata, Sonja Moonear und Ricardo Villalobos, über den er bereits einen ganzen Film gemacht hat, bei ihrer Arbeit begleitet. Dabei geht es auch mal in den Club, aber gedanklich auch weit darüber hinaus, zur Gesellschaft, zum Dasein.

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