choices: Frau Unger, wohin geht im August die „Europareise“ der c/o pop?
Jutta Unger: Wir bleiben in Köln, bekommen aber zum vierten Mal Besuch von Musikfestivals aus aller Welt. Im vergangenen Jahr hat das Projekt „Europareise“ mit 200 Teilnehmern von über 70 Festivals aus 27 europäischen Ländern alle Erwartungen übertroffen.
choices: Herr Schäfke, ist Köln eine europäische Metropole?
Werner Schäfke: Eine "Metropole" definiert sich durch die Reichweite ihrer kulturellen und wirtschaftlichen Wirkung. Köln ist sicher Metropole fürs Rheinland, für NRW und für Nordwesteuropa.
Europa hat ein schlechtes Image. Wenn in Berlin und anderswo etwas schiefläuft, schieben Politik und Medien gerne „Brüssel“ die Schuld zu. Die Europäische Union ist dann zu teuer, zu kompliziert und vor allem ganz bürgerfern.
choices: Herr Holl, der größte Kölner Skandal nach 1945 aus Ihrer Sicht?
Kurt Holl: Was mich persönlich über die Jahre hinweg am meisten empört hat, ist keine einzelne Affäre wie der Müllskandal. Es ist die Art, wie die Stadt Köln – egal welche ihrer parteipolitischen, kulturellen, wirtschaftlichen oder klerikalen Autoritäten – mit ihrer NS-Geschichte umgegangen ist.
choices: Frau Lühn, was war der größte Kölner Skandal nach 1950 aus Ihrer Sicht?
Linn Lühn: Ich kann nur auf sechs, statt gleich auf 60 Jahre zurückblicken. Es ist sicherlich ein Skandal, dass die Stadt bis heute nicht begriffen hat, welches kulturelle Potenzial sie (noch) hat und dass dies Unterstützung, Pflege und vor allem Respekt verdient.
choices: Herr Grünewald, die Frage an Sie als Köln-Psychologe: der größte Kölner Skandal der letzten Jahrzehnte?
Stephan Grünewald: Mit Sicherheit der Einsturz des Historischen Archivs. Das war nicht nur ein hydraulischer Grundbruch, das ist aus meiner Sicht auch ein Grundbruch für die kölsche Seele.
choices: Herr Baum, der größte Kölner Skandal nach 1950 aus Ihrer Sicht war...
Gerhart Baum: Ich mag keine Superlative. Von den zahlreichen Skandalen, die es gab, war die Korruptionsaffäre Trienekens für mich persönlich ein besonders einschneidendes Ereignis. Dabei wurde auch die SPD zutiefst erschüttert.
Wer oder was ist „Köln“? Nicht nur Kinder brauchen Märchen. Auch Erwachsene lassen sich zur Vergewisserung gerne etwas erzählen. Kölns populärster Mythos handelt vom Kölner an sich. Er sei rheinisch-gelassen, frohsinnig und unterhaltend, zugleich weltoffen und tolerant.
choices: Herr Metzner, im Gespräch ist der Bau eines großen FH-Campus auf dem Gelände der ehemaligen Küppers-Brauerei an der Alteburger Straße. Wie steht es bei den Verhandlungen mit Stadt und Land?
Joachim Metzner: Das Land plant ein großes Hochschulbaumodernisierungsprogramm und stellt für alle Hochschulen...
choices: Herr Krauthäuser, warum sind Sie vor 10 Jahren in den Rheinau-Hafen gezogen?
Jörg Krauthäuser: Sowohl das alte Krafthaus als unser neues Domizil als auch die Lage waren für unsere Entscheidung maßgeblich. Als Unternehmen, das davon lebt, immer wieder neue Ideen zu generieren, waren wir angetan vom inspirierenden Umfeld des alten Rheinauhafens und der bunten Südstadt.

Wutbildung
Intro – Belesene Gesellschaft
Druck lass nach
Teil 1: Leitartikel – Das Ende der Literatur wie wir sie kennen?
„Mit der heißen Nadel gestrickt“
Teil 1: Interview – Lektorin und Schriftstellerin Nina Weber gibt Einblicke in die Literaturbranche
Für eine Stadt, die schreibt und liest
Teil 1: Lokale Initiativen – Der Verein Literaturszene Köln
Literatur erster Klasse
Teil 2: Leitartikel – Ob ein Buch lesenswert ist, hängt nicht von Genres oder Debatten ab
„Bücherlesen ähnelt einer demokratischen Verständigung“
Teil 2: Interview – Literaturkritikerin Insa Wilke über klassische und neue Literaturkritik
Literatur ohne Bindestrich
Teil 2: Lokale Initiativen – Das Festival Literaturdistrikt in Essen
Bildschirm vs. Buch
Teil 3: Leitartikel – Über Lesekompetenzen in Smartphone-Zeiten
„Lesen ist die Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe“
Teil 3: Interview – Verlegerin Julia Bielenberg über Leseförderung und Bildungspolitik
Lesen beginnt mit Lust
Teil 3: Lokale Initiativen – Germanistin Caroline Wittig führt Kinder an Literatur heran
Lesen als Bürgerrecht
Gegen die Lesekrise – Europa-Vorbild Spanien
Bestseller im Liveticker
Literatur und Bildung als Events der Leistungsgesellschaft – Glosse
Wohnträume
Intro – Das große Versagen
Von Vorwand zu Vorwand
Teil 1: Leitartikel – Politik ist nicht getrieben, sie lässt sich einspannen
„Für die Parteien steht viel auf dem Spiel“
Teil 1: Interview – Politologin Dorothée de Nève über Identität und Konsens in der Politik
Helfen statt Ausgrenzen
Teil 1: Lokale Initiativen – Das Interkulturelle Zentrum in Köln-Nippes
Die Natur nimmt sich Zeit – die wir nicht haben
Teil 2: Leitartikel – Über Naturschutz, Wirtschaft und politische Kurzsichtigkeit
„Die Einschläge kommen näher“
Teil 2: Interview – Politologe Reinhard Loske über Naturschutz und wirtschaftliche Interessen
„Fellnasen“ im Wohnzimmer
Teil 2: Lokale Initiativen – Bochumerin hilft ehrenamtlich Fledermäusen
Die Demokratie endet mit einem Wimmern
Teil 3: Leitartikel – Politik muss begreifen: Die Bevölkerung ist systemrelevant
„Deutschland ist ungleicher geworden“
Teil 3: Interview – Soziologin Bettina Kohlrausch über Armut, Existenzängste und Sozialstaat
Entlastung ist nur ein Anfang
Teil 3: Lokale Initiativen – Kindertal-Vorsitzende Susanne Bossy über Kinderarmut in Wuppertal
Neues Vertrauen
Digitale Bürgerbeteiligung – Europa-Vorbild Spanien
Ist die Welt erst ruiniert …
Gut erzählt ist auch Ungerechtigkeit eine spannende Geschichte – Glosse
Empathie-Expertise
Intro – Bonus-Level