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Kino

Dancing Pina

Kinoprogramm | Köln | OFF Broadway

OFF Broadway
Zülpicher Straße 24
50674 Köln
Tel.: 0221-82 05 733

ÖPNV: Haltestelle: Zülpicher Platz
PKW: Parkhaus Hohenstaufenring Einfahrt Ring oder Engelbertstrasse

Alice Schwarzer

Deutschland, Österreich, 2022, 107 Min.
Regie: Sabine Derflinger

Samstag, 08.1015:00
Dienstag, 11.1017:30

Dancing Pina

Deutschland, Senegal, 2022, 111 Min.
Regie: Florian Heinzen-Ziob

Freitag, 07.1017:00 (OmU)
Samstag, 08.1017:00 (OmU)
Sonntag, 09.1016:45 (OmU)

Don't Worry Darling

USA, 2022, 122 Min.
Regie: Olivia Wilde

Freitag, 07.1017:20 (OmU), 20:00 (OmU)
Samstag, 08.1020:00 (OmU)
Sonntag, 09.1019:00 (OmU)
Dienstag, 11.1020:00 (OmU)
Mittwoch, 12.1017:20 (OmU), 20:00 (OmU)

Everything Everywhere All At Once

USA, 2022, 140 Min.
Regie: Daniel Scheinert , Daniel Kwan

Freitag, 07.1022:30 (OmU)
Samstag, 08.1022:30 (OmU)

Körper und Seele

Ungarn, 2017, 116 Min.
Regie: Ildiko Enyedi

Sonntag, 09.1015:00 (filmpsycholog. Betrachtung mit Dr. med. Sabine Wollnik)

NEU Mona Lisa And The Blood Moon

USA, 2021, 106 Min.
Regie: Ana Lily Amirpour

Freitag, 07.1020:15 (OmU), 22:45 (OmU)
Samstag, 08.1017:45 (OmU), 20:15 (OmU), 22:45 (OmU)
Sonntag, 09.1019:30 (OmU)
Montag, 10.1017:45 (OmU), 20:15 (OmU)
Mittwoch, 12.1020:15 (OmU)

Moonage Daydream

USA, 2022, 140 Min.
Regie: Brett Morgen

Samstag, 08.1014:15 (OmU)
Dienstag, 11.1017:15 (OmU)

Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats

Deutschland, Syrien, Libanon, 2017, 98 Min.
Regie: Talal Derki

Dienstag, 11.1020:00 (OmU)

NEU Recycling Medea

Deutschland, 2014, 75 Min.
Regie: Asteris Kutulas

Sonntag, 09.1015:00 (OmU)
Mittwoch, 12.1018:00 (OmU)

Three Thousand Years of Longing

Australien, USA, 2022, 108 Min.
Regie: George Miller

Montag, 10.1017:30 (OmU)

NEU Triangle of Sadness

Schweden, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, 2022, 149 Min.
Regie: Ruben Östlund

Montag, 10.1020:00 (OmU)

Kinoportrait:

Kinoprogramm Köln.
Das Kölner Kinoprogramm von choices hilft Ihnen, Film und Kino zu wählen. Aber wissen Sie, in welcher geschichtlichen Tradition sich Saal und Foyer befinden, die Sie gerade betreten? Diese Lücke schließen wir - und stellen Ihnen 'Ihr Kino' vor:

Das OFF Broadway

Christian Schmalz (Geschäftsführer) mit Kinokatze „Muckel“, Foto: Stefan Turiak
 

Mitten im Kneipentrubel der Zülpicher Straße liegt eines der beliebtesten Filmkunstkinos in Köln. Dabei mutet es von außen wie ein gemütlicher Biergarten an. Bereits am 24. November 1949 von Peter Cremer unter dem Namen „Lupe“ mit dem Film „Diese Nacht vergess‘ ich nie“ eröffnet, erlebt das OFF-Broadway in den kommenden Jahrzehnten verschiedene Namen und Betreiber. 1965 nimmt sich der Filmkunstmann Walter Kirchner des Kinos an und begeistert das studentische Publikum mit den wichtigsten Werken der Nouvelle Vague, darunter die Belmondo-Filme „Außer Atem“ und „Elf Uhr nachts – Pierrot le fou“ von Godard sowie Truffauts „Sie küssten und sie schlugen ihn“.

Am 24. März 1968 hält die X-SCREEN-Gruppe im OFF Broadway ihren Einzug. Das „Kölner Studio für den unabhängigen Film“, ein Zusammenschluss aus dem Kritiker Rolf Wiest und den Filmemachern Birgit und Wilhelm Hein, präsentiert amerikanische und europäische Underground-Filme. Ab den siebziger Jahren gehören Wiest und das Ehepaar Hein zu den Programmmachern, während Kirchner am Mauritiussteinweg die Lupe 2 als reines, den Perlen der Filmgeschichte verpflichtetes Repertoirekino etabliert. Am 7. Juni 1985 übernimmt dann der Düsseldorfer Kinobetreiber und choices-Mitbegründer Heinz Holzapfel das Haus und macht es gemeinsam mit dem Broadway auf der Ehrenstraße zum Leuchtturmkino der Kölner Filmkunstszene. Holzapfel startet mit Thomas Mitscherlichs „Vater und Sohn“, Doris Dörries „Im Inneren des Wals“ und D.A. Pennebakers „Ziggy Stardust“ neu durch, und fährt das Repertoireprogramm deutlich zurück.

15 Jahre später, am 27.12.2000, eröffnet der langjährige Mitarbeiter und heutige Geschäftsführer Christian Schmalz das OFF Broadway neu als eigenständiges Kino mit zwei Sälen. Schmalz gelingt es, den großen Verlust des Broadways auf der Ehrenstraße mit einem ambitionierten, stets sehenswerten Filmkunstprogramm zu kompensieren und mit Vielseitigkeit in Form von Previews, Filmreihen und Filmfestivals noch mehr Leute in die Zülpicher Straße zu locken.

So findet das französische Jugendfilmfestival „Cinéfeté“ alljährlich im Mai statt. Hauptsächlich finden sich hier Schulklassen ein und zusätzlich wird den Lehrern pädagogisches Begleitmaterial angeboten, damit sie das Gesehene mit den Schülern im Unterricht vor- und nachbereiten können. Die Filme werden dabei im französischen Originalton gezeigt. Das „Filmplus“-Festival honoriert dagegen die wichtige Arbeit von Editoren respektive Filmschnitt-Technikern, die neben Regisseuren, Drehbuchautoren und Schauspielenr oft übersehen werden. Eine Jury, die sich aus Filmemachern, Journalisten, Kameramännern und -frauen sowie Cuttern zusammensetzt, bewertet die Filme.

Darüber hinaus sind es aber auch die ausgewählten Filmreihen, die das „OFF“ so besonders machen. Das „Allerweltskino“ päsentiert Filme aus Ländern und Gesellschaften, die eher nicht als typische „Filmländer“ bekannt sind. So werden z.B. Afrika, China oder der Nahe Osten durch das Medium Film dargestellt. Im Rahmen dieser Reihe sind auch meist Referenten oder die Filmemacher selber zu Gast, die zum Gespräch einladen.

Ungewöhnlich ist auch die Reihe „Filmpsychologische Betrachtungen“: In Zusammenarbeit mit der Psychologischen Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf e.V. stellt ein Psychoanalytiker jeden zweiten Sonntag im Monat einen Film vor. Der anschließende Austausch mit dem Publikum soll einen tieferen psychologischen Einblick in den Film bieten. Darunter fallen auch Filme wie „Fight Club“, „In the Mood for Love“, „Eyes Wide Shut“, „Gegen die Wand“ und „Inland Empire“. Dabei wurde „Winter’s Bone“ direkt am Abend seines offiziellen Kinostarts gezeigt. Das Publikum und die anwesenden Psychologen waren so auf einem gemeinsamen Wissenstand und es konnte sich eine lebendige Analyse und Diskussion entwickeln.

Genau das scheint auch Kinobetreiber Christian Schmalz erreichen zu wollen: Er will weder schockieren noch reines „Wohlfühlkino“  zeigen, sondern Filme und Veranstaltungen anbieten, „an denen sich das Publikum abarbeiten kann“ – es soll nachdenklich werden oder zumindest auf dem höchsten Niveau lachen können. Dabei zeigt das Filmkunsthaus so gut wie alle Filme im Original mit Untertiteln. (Redaktion choices.de)

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