choices: Herr Tokarski, was macht aus Ihrer Sicht in zehn Jahren eine Sportmetropole aus?
Walter Tokarski: Neben einer angemessenen Zahl an nationalen und internationalen Sportereignissen sollten natürlich nachhaltig erfolgreiche Proficlubs aus mehreren Sportarten in Köln beheimatet sein. Ein unverzichtbares Element einer Sportstadt ist ein lebhafter Breitensport und das richtige „Sportgefühl“ in der Bevölkerung.
Gilt 2020 noch der Satz: Kölner Sportpublikum top, Kölns Profisport Flop?
Ich hoffe nicht.
Die Stadt ist hoch verschuldet. Müssen bis 2020 vor allem private Mittel in die Sportstätten fließen?
Die Bereitstellung der Sportinfrastruktur ist prinzipiell Teil der kommunalen Sportpolitik und sollte daher eine Selbstverpflichtung der Stadt sein. In Zeiten knapper Kassen sind die Investitionen von privater Seite jedoch nötig, wie es bereits heute zum Teil schon praktiziert wird. Der Hauptteil sollte aber nach wie vor von städtischer Seite getragen werden.
Kann in der Sportstadt Köln etwas so bleiben, wie es ist?
Ja, die Begeisterungsfähigkeit für den Sport. Man sieht es beim FC, wie viel(e) Zuschauer motiviert werden können. Auch das DFB-Pokal-Endspiel der Frauen dieses Jahr kann als positives Beispiel herangezogen werden. Erwähnt werden muss auch die Alleinstellung der Stadt im Bereich der Sportwissenschaften – neben der Deutschen Sporthochschule Köln haben wir die Trainerakademie und die Führungsakademie des DOSB und das Deutsche Sport und Olympia Museum in Köln.

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