Wendy and Lucy
USA 2008, Laufzeit: 80 Min., FSK 6
Regie: Kelly Reichardt
Darsteller: Michelle Williams, Will Oldham, John Robinson, Will Patton, Wally Dalton, Larry Fessenden
Wendy will nach Alaska. Dort hofft sie auf Arbeit. Doch in einer Kleinstadt geht ihr Wagen kaputt.
Nach ihrem beeindruckenden Film „Old Joy“ besticht „Wendy and Lucy“ nicht minder mit einer ganz eigenen Ästhetik: Kelly Reichardt erzählt von einer jungen Frau, die mit ihrem Hund Lucy in ihrem alten Auto in einer Provinzstadt strandet. Unspektakulär und ohne Soundtrack fängt die Kamera die trostlose Szenerie ein und begleitet Wendy auf ihrem Weg voller Hindernisse. Die Figur der Wendy, mit beeindruckender Zurückhaltung gespielt von Michelle Williams („Brokeback Mountain“), ist weder stereotyp, noch betont individualistisch – gleiches gilt für ihre Erlebnisse, den Ort und die Menschen, die sie trifft. Kelly Reichardts minimalistischer Realismus zeigt das große Ganze im Kleinen und entfaltet mit seiner Genauigkeit eine Wirkung, die das, was gegenwärtig immer nur Krise genannt wird, unspektakulär, aber umso nachhaltiger als ein Gefühl der Unsicherheit und Einsamkeit spür- und sichtbar macht.
(Christian Meyer)

Einmalig in der deutschen Filmszene
„Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ im Weisshaus – Foyer 06/26
Kino ist Oper ist Kino
Das Singspiel und die Leinwand – Vorspann 06/26
Ein Wonnemonat für Filmfans
Neustarts und Preisverleihungen im Mai – Vorspann 05/26
„Es geht vor allem um Selbstermächtigung“
Regisseur Markus Schleinzer über „Rose“ – Gespräch zum Film 05/26
Was es bedeutet, ein Mädchen zu sein
„Girls Don’t Cry“ im Odeon – Foyer 04/26
Die Hose als Freiheit
NRW-Premiere von „Rose“ im Düsseldorfer Cinema – Foyer 04/26
Köln als Geburtsstadt des Kinos
Stefanie Wüster-Bludau über die Jubiläumsveranstaltung „Wir feiern 130 Jahre bewegte Bilder“ – Portrait 04/26
Feiern im Kreis von Freunden
„Die Schwester der Braut“ im Filmforum – Foyer 04/26
Filme in die Welt tragen
Das Internationale Frauenfilmfest Dortmund+Köln – Festival 04/26
„Kein großes Spektrum an Geschlechtsvielfalt“
Schauspielerin Caro Braun über „Rose“ – Roter Teppich 04/26
Ein Fest im Dunkeln
20 Jahre Filmforum NRW – Festival 04/26
Weimerer Republik
Zur freien Filmkunst – Vorspann 04/26
Film für die ganze Familie
„Mein Freund Barry“ im Cinedom – Foyer 03/26
Was uns blüht
Die Oscars und die Zukunft mit KI – Vorspann 03/26
Zu Unrecht beschuldigt
„Blame“ im Odeon – Foyer 02/26
Bilder von Arbeit, Arbeit am Bild
Das Symposium der dokumentarfilminitiative im Filmhaus Köln – Foyer 02/26
Fiktion mit realen Hintergründen
„White Snail“ im Filmhaus – Foyer 02/26
Nur das Allerbeste?
Vom kollektiven Drang zum relativierten Superlativ – Vorspann 02/26
Alles auf Anfang
Lebensfragen aus weiblicher Perspektive – Vorspann 01/26
„Es ist niemals Pause“
Katharina Pethke über ihre Filme zur Arbeitswelt – Portrait 12/25
„Stromberg hat Relevanz für die heutige Zeit“
Ralf Husmann über „Stromberg – Wieder alles wie immer“ – Gespräch zum Film 12/25
„Beweise sichern für das, was afghanische Frauen durchmachen“
Sahra Mani über ihren Film „Bread & Roses: A Fight for Women's Rights“ - Portrait 12/25
Langfilmdebüt einer Schauspielerin
„Paternal Leave – Drei Tage Meer“ im Filmhaus – Foyer 12/25
Heldenspektakel
Männerrollen auf Leinwand – Vorspann 12/25
Grenzenlos
10. European Arthouse Cinema Day – Festival 11/25