Kinokalender
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Kino

Tulpenfieber

Kinoprogramm | Köln | Weisshaus

Weisshaus
Luxemburger Straße 253
50939 Köln
Tel.: 0221-41 84 88

ÖPNV: Haltestelle: Sülzburgstraße

Auguste Rodin

Frankreich, 2017, 121 Min.
Regie: Jacques Doillon

Samstag, 23.0914:30
Sonntag, 24.0914:30

Der Stern von Indien

Großbritannien, Indien, 2017, 107 Min.
Regie: Gurinder Chadha

Samstag, 23.0918:15
Sonntag, 24.0918:15
Montag, 25.0918:15
Dienstag, 26.0918:15
Mittwoch, 27.0918:15

Kedi – Von Katzen und Menschen

Türkei, USA, 2016, 78 Min.
Regie: Ceyda Torun

Samstag, 23.0916:45
Sonntag, 24.0916:45

NEU Körper und Seele

Ungarn, 2017, 116 Min.
Regie: Ildiko Enyedi

Samstag, 23.0920:00
Sonntag, 24.0920:00
Montag, 25.0920:00
Dienstag, 26.0920:00
Mittwoch, 27.0920:00

Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt

Deutschland, 2017, 111 Min.
Regie: Arne Feldhusen

Samstag, 23.0922:30

mother!

USA, 2017, 122 Min.
Regie: Darren Aronofsky

Samstag, 23.0920:30 (OmU), 23:00 (OmU)
Sonntag, 24.0920:30 (OmU)
Montag, 25.0920:30 (OmU)
Dienstag, 26.0920:30 (OmU)
Mittwoch, 27.0920:30 (OmU)

Ostwind – Aufbruch nach Ora

Deutschland, 2017, 110 Min.
Regie: Katja von Garnier

Samstag, 23.0915:00
Sonntag, 24.0915:00

Tulpenfieber

USA, 2017, 107 Min.
Regie: Justin Chadwick

Samstag, 23.0917:45
Sonntag, 24.0917:45
Montag, 25.0917:45
Dienstag, 26.0917:45
Mittwoch, 27.0917:45

Kinoportrait:

Kinoprogramm Köln.
Das Kölner Kinoprogramm von choices hilft Ihnen, Film und Kino zu wählen. Aber wissen Sie, in welcher geschichtlichen Tradition sich Saal und Foyer befinden, die Sie gerade betreten? Diese Lücke schließen wir - und stellen Ihnen 'Ihr Kino' vor:

Das Weisshaus

Christian Schmalz (Geschäftsführer), Foto: Stefan Turiak

Der Eingangsbereich des Weisshaus-Kinos hat ein Flair von perfekt aufeinander abgestimmter Nostalgie und Modernität. Das alte Kassenhäuschen musste gehen. Dafür baute Christian Schmalz eine 50er-Jahre-Bar ins Foyer, die keinesfalls altmodisch wirkt, sondern den Eingangsbereich offen und einladend erscheinen lässt. Ein Poster von Anthony Hopkins als Alfred Hitchcock beobachtet das Treiben im Foyer von der Toilettentür aus - und verweist symbolisch auf die Geschichte des Hauses.

Das 318 Zuschauer fassende Kölner Kino auf der Luxemburger Straße öffnet im April 1958 seine Pforten. Ursprünglich hat das fürs aufkommende Autorenkino gedachte Haus noch einen Riesensaal mit 721 Plätzen und 70-mm Anlage neben sich, der in den 60ern, mitten in der Kinokrise, bei einer Aufführung von Bill Haleys „Außer Rand und Band“ jedoch kurz und klein geschlagen und daraufhin geschlossen wird. Manfred Kremer, der das Kino bis Ende 2009 betreibt, fängt 1958 im Weisshaus an, übernimmt es Mitte der siebziger Jahre von seinem Vorgänger Quirin Lohrum, und eröffnet 1979 in der alten Garderobe ein zusätzliches Studiokino. Erster dort gezeigter Film ist Woody Allens „Manhattan“.

Große Erfolge im Weisshaus werden über die Jahrzehnte die Romanverfilmung „In 80 Tagen um die Welt“, das Musical „Can-Can“ sowie „The Rocky Horror Picture Show“ und „Betty Blue – 37,2 Grad am Morgen“, die jahrelang die Wochenenden und Spätvorstellungen füllen. Auch Werke wie Godards „Außer Atem“ oder die „Eis am Stiel“- und „Schulmädchen“-Filme zählen zu Publikumslieblingen der 60er und 70er Jahre, bevor Kremer in den 80ern vermehrt auf Filmkunsttitel für ein älteres Publikum setzt, das seinem familiär betriebenen Kino die Treue hält. Immer wieder gönnt sich Kremer Ausflüge ins Hollywoodblockbusterkino und nimmt kampfeslustig den Wettbewerb mit den Ring- und Multiplexkinos auf.

Seit dem 1.1.2010 betreibt Christian Schmalz vom OFF Broadway das Sülzer Traditionshaus, das durch sein abwechslungsreiches Programm nicht nur etliche Kinokrisen und Mitbewerber überlebt hat, sondern als „Kino auf der Luxemburger Straße“ längst zum Kult geworden ist. Eine Modernisierung war dennoch notwendig und Schmalz hat die Sitze, Ton- und Klimaanlagen erneuert und das Kino ins digitale Zeitalter geführt.

Das Weisshaus soll dabei das aufnehmen, was schon vorhanden war und daran wieder anknüpfen. Das gilt nicht nur für die Kleiderhaken, die immer noch in dem kleinen Kinosaal hängen. Wie zu früheren Zeiten werden am Wochenende Kinder- und Jugendfilme gezeigt. Dabei bewegt sich Schmalz im jugendlichen Mainstream-Kino sowie in anspruchsvolleren Gefilden, in dem auch immer wieder mal klassischer Repertoire à la Astrid Lindgren auf dem Programm steht. Außerdem zeigt das „Kids Film Fest“ in jeden Herbstferien eine Auswahl an Animationsfilmen, Dokumentarfilmen und Spielfilmen, welches Kindern und Jugendlichen die verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten des Mediums Film näherbringen soll. Schmalz will Kino als Ort der Kontinuität schaffen und damit ein junges wie altes Publikum zum Stammpublikum machen. (Redaktion choices.de)

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