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Ikone der Schauspielkunst: Bruno Ganz
Foto: Foto: Ruth Walz

Highlights im Schumann-Saal

23. Februar 2017

Altes und Neues präsentiert das Museum Kunstpalast – Klassik an der Ruhr 03/17

Wenn es denn Frühling wird im Monat März, dann werden alle Sinne angesprochen. Falls der Jahreszyklus aus unbekannten Gründen ins Trudeln gerät, rettet die Sinnesjünger der Robert-Schumann-Saal in Düsseldorf. Die Reihe „Zweiklang! Wort und Musik“ richtet sich an Auge und Ohr und diesmal speziell an die Nase: „Duft und Wahnsinn“ nennt sich ein Abend mit der Sängerin Dorothee Mields. Wie einst die schweren und flüchtigen Düfte in Süskinds „Das Parfüm“ schwingen sich Melodien und Originalklänge aus lange vergessenen Zeiten in die Lüfte, dem Wirkungskreis auch der Düfte, und das Rendezvous verdichten Texte vom Lokalmatador Heine, vom frisch gefeierten Shakespeare oder von Klassikern der Moderne wie Ernst Jandl in lyrischen oder prosaischen Texten. Es rezitiert der bekannte Theater- und Filmschauspieler Matthias Bundschuh.

Damit hat diese Reihe sich erst aufgewärmt, denn bald steht ein Ritter (mehrfach verliehener Ehrentitel u.a. der französischen Ehrenlegion) vor der Tür, geehrt und bereits vor mehr als zehn Jahren ausgezeichnet mit dem sagenhaften Iffland-Ring. Schauspiel-Riese Bruno Ganz (35 Preise und Auszeichnungen in mehr als 40 Jahren, 2016 Bayrischer Filmpreis) und Tastenheroe Kirill Gerstein entführen in die nicht ganz moderne Erzählform eines Melodrams, das Richard Strauss unter dem Titel „Enoch Arden“ aus einer schwulstigen Ballade in Töne schmiedete. Nur den „Echten“ sei zugetraut, dieses Drama einer Seemannsfamilie unpathetisch mit geschmackvollem Wellenschlag aufzuführen.

Beim WDR hat der britische Geiger Daniel Hope sich einen festen Platz im Klassikprogramm erkämpft – an der Geige und als Moderator am Mikrofon. Er hat seine Profession im kurzweiligen Erklären von Klassischer Musik gefunden, live auf der Bühne. So in der Reihe „erstKlassik!“, auch ein Zugpferd mit Kondition im Programm des Schumann-Saals.

Im März klopfen seine Landsleute an. „Wir kommen wieder“, beteuern die völlig runderneuerten Sänger der legendären Boygroup TheKing´s Singers, egal wie die politischen Winde wehen. Die Band zeichnete sich von Beginn an durch Perfektion, Witz, große Musikalität und eine betonte Internationalität aus: jetzt mit einem typischen Programm von englischen Madrigalen über Brahms bis zum „American Songbook“ und Perlen aus der ganzen Welt.

Eine Reihe mit Popmusik im Klassikmantel heißt „440Hz – Klassik & Pop“ und lädt am 18.3. um 21 Uhr zu Songs von Queen, Sting und Coldplay. Und die Jazzreihe „Original und Fälschung“ verwandelt Klassikoriginale in Jazz am 19.3. um 17 Uhr unter dem Baumarkt-Slogan: „Sägen auf höchstem Niveau“.

Mields und Bundschuh | So 12.3. 17 Uhr

Gerstein und Ganz | So 30.4. 17 Uhr

The King´s Singers | So 26.3. 17 Uhr

Daniel Hope | So 9.4. 17 Uhr

Robert-Schumann-Saal | www.smkp.de/musik-buehne

Olaf Weiden

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