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Gwilym Simcock
Foto: ACT / Gregor Hohenberg

Jazzklänge zum Jahresbeginn

13. Januar 2022

Gwilym Simcock im Beethoven-Haus Bonn – Musik 01/22

Schon als Kind galt er als musikalisches Wunderkind und erhielt bereits im zarten Alter von elf Jahren den Associated Board ofthe Royal Schools of Music – der walisische Jazzpianist Gwilym Simcock. Später studierte er Klavier, Waldhorn und Kompositionin Manchester und schließlich Jazz-Piano an der Royal Academy of Music. Seit er seinen Abschluss mit Auszeichnung gemacht hat, geht die Karriere Simcocks steil bergauf.

2007 trat er auf dem North Sea Jazz Festival auf und – auf Empfehlung von ChickCorea – beim Klavierfestival Ruhr. Nachdem er bei seinem Debütalbum noch mit Gastmusikern zu erleben war, fand er zwei Jahre später mit seinem Trio seine feste Formation. Auch mit anderen Musikern und Jazzgrößen ist er immer wieder zu erleben, unter anderen mit Stars der Szene wie beispielsweise Dave Holland, Lee Konitz, Bob Mintzer, Bobby McFerrin, Kenny Wheeler und Pat Metheny.

Als Waldhornspieler und Komponist ist er ebenso erfolgreich und gefragt. Den richtig großen Durchbruch des Walisers hat er jedoch vor allem sich selbst zu verdanken: 2011 überzeugte Simcock nicht nur das Publikum, sondern auch die Fachpresse mit seinem Solo-Album „Good Days at Schloss Elmau“. Für das Album wurde er mit dem Mercury Prize nominiert, die Auszeichnung für das beste britische Album eines Jahres – quer durch alle Genres. „Ein seltenes Geschenk“ nannte es der Daily Telegraph. In seiner Musik versucht Simcock, eine Erzählarchitektur zu entwickeln, bei der er frei ist im Erzählen von Geschichten. So entstehen Werke, die trotz improvisatorischer Freiheit immer rund sind und eine feine Dramaturgie haben.

Seine klassische Prägung und Ausbildung geben ihm nicht nur ein reiches Handwerkszeug für seine Kompositionen, sondern führen auch zu interessanten Querverbindungen, kombiniert mit einer schlicht herausragenden Technik. Diese besondere Eigenart seines Spiels und seiner Kompositionen haben dazu geführt, dass er drei Jahre lang an der Seite Pat Methenys touren konnte. Diese Zeit war auch der Grundstein für sein zweites Solo-Album „Near and Now“, das 2019 bei ACT erschien. Viele der Skizzen zu den fünf längeren, teils als Suite angelegten Stücke, entstanden in Spielpausen auf dieser Tour. Die fünf Stücke sind jeweils so prägnant in ihren Charakteristika, dass Simcock sie fünf bewunderten Musikern widmete: Billy Childs, Brad Mehldau, Les Chisnall, Russell Ferrante und Egberto Gismondi.

Nach mehreren Verschiebungen stellt Gwilym Simcock seine aktuelle Solo-Platte, die so persönlich geworden ist, nun endlich im Beethoven-Haus Bonn in der hauseigenen Jazz-Reihe „Aspekte“ vor. Hier war er vor einigen Jahren schon einmal mit seinem Debüt-Solo-Album zu Gast und konnte das Publikum restlos begeistern.

Gwilym Simcock: Near and Now | 27.1. 20 Uhr | Beethoven-Haus Bonn | www.beethoven.de

Verena Düren

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