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Hey-Ho-Power Pop von Ex Hex mit Mary Timony
Foto: Michael Lavine

Weise Musik

29. Mai 2019

Indie-Rock-Heroinen, Reggae-Legenden und Hip-Hop-Lehrer – Unterhaltungsmusik 06/19

Ex Hex ist ein Trio um die Gitarristin und Sängerin Mary Timony, die auf eine lange Karriere als Solokünstlerin und mit Indie-Bands wie u.a. Helium und Wild Flag zurückblicken kann. Den Titel ihres letzten Soloalbums hat sie sich vor Jahren für ihr aktuelles Projekt geliehen, für das sie zusammen mit Betsy Wright und Laura Harris schnörkellosen Power-Rock macht, der an unbekümmerte 70er und 80er Jahre erinnert (5.6. 21 Uhr, Blue Shell). Gerade ist das fünfte Album der walisischen Musikerin Cate Le Bon erschienen, die inzwischen wie auch Ariel Pink auf dem New Yorker Label Mexican Summer veröffentlicht. Mit ihren melancholischen, komplexen Songs hätte sie sich musikalisch zur Jahrtausendwende auch mit Mary Timony prächtig verstanden (6.6. 19 Uhr, Bumann & Son).

Gerade lief die Dokumentation von Peter Webber in den Kinos, da kommen sie auch schon leibhaftig nach Köln: Inna de Yard ist eine Supergroup aus Reggae-Legenden, die schon um die 70 Jahre alt sind, darunter Ken Boothe, Cedric “Congo” Myton, Winston McAnuff und Kiddus I. Für die Bühne holen sie sich Horace Andy dazu, den wohl jeder mindestens als Gastsänger von Massive Attack kennt, und einige andere Vokalisten wie Derajah, Kush McAnuff oder Var (11.6. 19 Uhr, Gloria). Gudrun Gut hatte schon einen kurzen legendären Moment als Gründungsmitglied der Einstürzenden Neubauten, bevor sie mit „Malaria!“ erfolgreich elektronischen New Wave machte. In den 90er Jahren hat sie dann an die Berliner Techno-Szene angedockt. Im letzten Jahr ist ihr Album „Moment“ erschienen, immer noch kühl wie zu Zeiten von „Malaria!“ (13.6. 21 Uhr, Philharmonie Köln).

Die Kanadierin Marie Davidson macht minimalistischen, experimentellen Techno, mitunter hart an der Grenze zu Industrial. Doch durch ihren Sprechgesang und die extrem knackige Produktion ist ihre Musik dann doch immer wieder gut tanzbar (22.6. 21 Uhr, Stadtgarten). Im Juni kommt schließlich noch The Teacha nach Köln. Der Rapper KRS One ist ganz alte Schule, hat seit 1987 fünf Alben mit Boogie Down Productions und 20 Soloalben veröffentlicht, immer mit dem Ziel, sozial und politisch aufzuklären – bis heute (29.6. 20 Uhr, Clubbahnhof Ehrenfeld).

Christian Meyer-Pröpstl

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