Es ist schön, das Gefühl zu haben, dass ausnahmsweise mal die Richtigen Erfolg haben: diejenigen, die morgens beim Rasieren ohne Selbstekel in den Spiegel schauen, obwohl sie sich wegen ihrer Hipster-Bartpracht gar nicht mehr rasieren. Zu dieser Sorte gehören die Organisatoren des „Denovali Swingfests“, das auch dieses Jahr wieder das Wochenende um den letzlich unschönen Nationalfeiertag zu etwas Schönem machen wird. Denn trotz der Ableger in London und Berlin hat man die alte Homebase Essen nicht aufgegeben und bespielt die Weststadthalle wieder mit einem ebenso stilsicheren wie ziemlich einmaligen Line-up. Alte Bekannte treten auf: der Pingpong-Ball-Klaviermanipulator Hauschka etwa oder auch Bohren und der Club of Gore, die für die Wuchtigkeit ihres Doomrocks keine Verstärkertürme benötigen. Selbstverständlich sind auch die Künstler des Denovali-Labels selbst wieder dabei.
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