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Sandra und Kerstin Grether sind Doctorella
Foto: Theresa Lehmann

Musikalische Utopien

26. Januar 2017

Riot-Grrrl-Pop, elektronische Americana und iranische Folklore – Unterhaltungsmusik 02/17

Fred and Toody Cole spielen seit 30 Jahren einen minimalistischen, rauen und dennoch melodischen Garage Punk mit Freds ungewöhnlich hoher Stimme als Trademark. Besser bekannt sind sie als das Trio Dead Moon, das von 1987 bis 2006 aktiv war, ab 2006 mit neuem Drummer dann als Pierced Arrow. Als Duo nimmt das Ehepaar, das schon in den frühen 80ern gemeinsam in der Punkband The Rats spielte, die Lautstärke raus und spielt Stücke aus seiner gesamten Karriere, also auch Red Coles früheren Bands bis hin zu The Lollipop Shoppe, mit denen er bereits 1968 Hits hatte (9.2., 21 Uhr, Sonic Ballroom). Alvaro alias Álvaro Peña-Rojas und Klaus Beyer – das wird sicher ein spannendes Zusammentreffen. Der eine hat Mitte der 70er Jahre mit Joe Strummer Pub-Rock gemacht, bevor dieser die Clash gründete. Später machte er experimentelle südamerikanische Musik. Der andere ist gelernter Kerzenzieher und hat seit 1980 das Komplettwerk der Beatles auf Deutsch gecovert. Was an diesem Abend im Stadtgarten wohl passieren wird… (10.2., 20.30 Uhr, Stadtgarten).

Doctorella, die Band um die Grether-Zwillinge und neuerdings auch mit den Steinbach-Zwillingen („The Go-Luckys“) an der Rhythmussektion, will mit ihrem Chanson-Rock oder Riot-Grrrl-Pop den Soundtrack für mal aggressive, mal fröhliche und mal ganz märchenhafte Utopien schaffen (10.2., 21 Uhr, King Georg). Eine ganz andere Frauenband: Die iranische Gruppe Avaye Doust um Fariba Hedayati besteht ausschließlich aus Frauen. Mit Saiten- und Percussion-Instrumenten und Gesang widmen sie sich ihrer Liebe zur iranischen Folklore. Im Anschluss spielt das Zarbang Ensemble, das mit seiner perkussiven Musik persische Folklore mit der Tradition der Sufis verschmilzt, dazu begleitet Shahrokh Moshkin Ghalam tänzerisch das Ensemble (11.2. 20 Uhr, Philharmonie Köln). Noch so ein langjährig aktives Musikerpaar wie die Coles sind Brett und Rennie Sparks, die seit den frühen 90er Jahren als The Handsome Family Americana und Gothic Country machen und dafür von einer großen Zahl bekannterer Kollegen hoch geachtet werden. Dass das Intro der Serie „True Detective“ von einem ihrer Songs unterlegt ist, hat ihrer Bekanntheit auch nicht geschadet (13.2., 21 Uhr, Blue Shell). Melanie Pain hat sich als eine der Stimmen von Nouvelle Vague einen Namen gemacht, wo sie New-Wave-Hits im Bossa-Gewandt vortrug. Es folgte eine erfolgreiche Solokarriere. Auf ihrem neuen Album „Parachute“ hat sie mit dem Pianisten Gael Rakotondrabe zusammen musiziert, den man von seiner Arbeit für Antony and the Johnsons und CocoRosie kennt (16.2.,21 Uhr, King Georg).

Knie tief in den 70ern waten Wolf People. Das britische Quartett hat sich 2006 gegründet und verbindet Hard- und Folk-Rock der 70er Jahre. Dabei erinnern sie mal an Hawkwind, mal an Fairport Convention und mitunter werden sogar Erinnerungen an Jethro Tull wach (17.2., 21 Uhr Gebäude 9). Ende November trat Kurt Wagner von Lambchop beim Weekend Fest auf. In der Mülheimer Stadthalle präsentierte er die neue Platte seiner Band, allerdings mit lokalen Musikern als eine Art Remix-Album. Das bot sich an, weil das Album mit Elektronik und verfremdeter Stimme eh nur bedingt nach seiner Band klang. Im Ergebnis war das irgendwie interessant, aber musikalisch durchwachsen. Doch jetzt kommen sie wirklich alle nach Köln, die Lampchopper, und präsentieren das neue Album als Band (21.2., 20 Uhr, Gloria).

Christian Meyer-Pröpstl

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