Louisa ist Anfang 20, lebt und studiert in Hamburg. Sie liebt HipHop und schreibt selber Texte. Und sie ist gehörlos. Mit drei jahren wird bei ihr eine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit festgestellt. Sie bekommt Hörgeräte und darf auch eine normale Grundschule besuchen. Ihr ganzes Leben versucht sie alles, um sich der hörenden Welt anzupassenund ihre Behinderung zu kompensieren. Sie lernt sogar extra das Lippenlesen. Doch mit 23 Jahren muss sie sich eingestehen, dass sie sich und ihrer Umwelt diese Normalität nur vorgemacht hat. In ihrem Dokumentarfilm begleitet die Regisseurin die junge Protagonistin, die gleichtzeitig auch ihre jüngere Schwester ist, auf dem Weg in die fremde Welt der Gehörlosigkeit, der zugleich auch ein Emanziaptionsprozess einer ungewöhnlichen jungen Frau ist, auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt. Denn Louisa entscheidet sich gegen Hörimplantate und lernt die Gebärdensprache. Sie akzeptiert ihre Behinderung als Teil von sich und zeigt gleichzeitig, dass, nur weil sie nicht hören, sie viel zu sagen hat. Von der Deutschen Film- und Medienbewertung hat der Abschlussfilm von KHM-Absolventin Katharina Pethke das Prädikat „besonders wertvoll" erhalten. Außerdem wurde er mit Deutschem Kurzfilmpreis 2011 ausgezeichnet. Am 7. und am 14. Dezember läuft er jeweils um 16 Uhr inder Filmpalette. Beim zweiten Termin wird die Regisseurin für ein anschließendes Gespräch persönlich anwesend sein.
7./14.12., um 16 Uhr | Filmpalette | Lübecker Str. 15, Köln
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