Die Sammlung des Landes NRW umfasst mittlerweile 101 Bilder aus allen Schaffensperioden, der Großteil wurde 1960 erworben, auch als indirekte Wiedergutmachung gegenüber Paul Klee (1879-1940), der 1933 von der NS-Diktatur als Professor der Kunstakademie Düsseldorf gefeuert wurde und dessen Bilder als „entartet“ entfernt wurden. Zu Recht aber war Paul Klee, der mit seiner Familie in sein Heimatland Schweiz floh, ein in der Welt hochgeachteter Künstler, der schon 1930 im Museum of Modern Art in New York ausgestellt hat. Das ist um so bemerkenswerter, als die Formate seiner Bilder klein sind und das Bildgeschehen genaue Aufmerksamkeit erfordert. Die Bilder bewegen sich zwischen abstrakt und gegenständlich, sie handeln immer mit Farbe und Farbabstufungen. Sie reagieren auf die verschiedenen Kunstströmungen – so lassen sie sich vielfach dem Bauhaus zuordnen, sie zeigen reine, konstruktiv organisierte Farbverläufe oder tragen einen surrealistischen Ton – und haben ein sensibles Gespür für das Zeitgeschehen, das sie scheinbar kategorisch ausschließen. Eine anregende, wichtige und wunderbare Ausstellung!
100x Paul Klee | 29.11.-10.02. | K21 Ständehaus | Ständehausstraße 1, Düsseldorf | kunstsammlung.de
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