Fünf Jahre lang reiste Ron Fricke, der seine Karriere als Kameramann bei Godfrey Reggios „Koyaanisqatsi“ begann, für „Samsara“ (Rex am Ring, UCI) über fünf Kontinente und brachte beeindruckendes Bildmaterial mit, das er kunstvoll zu einem Kaleidoskop visueller Eindrücke verwob. Thema ist bei Fricke nach wie vor das Verhältnis zwischen Natur und menschlicher Zivilisation – im Guten wie im Bösen. Ein Bilderreigen mit Sogwirkung, der Schönheit und Wahnsinn aneinander reiht.
Tanzfilm-Legende Carlos Saura lädt erneut zum Flamenco auf der Leinwand. Vor kunstvoller, kuschelig ausgeleuchteter Kulisse vereint der Regisseur in „Flamenco, Flamenco“ (Odeon) die großen Künstler dieser Zunft (darunter Estrella Morente, Sara Baras, Miguel Poveda, Israel Galván und Eva la Yerbabuena) zum Stelldichein mit jungen Talenten des Modern Flamenco. Ein temperamentvoller, südländischer Sommerabend auf der Bühne.
Die berührende Dokumentation „Oma & Bella“ (Filmpalette) erzählt von der jahrelangen Freundschaft zweier jüdischer Frauen, die den Holocaust überlebten und in Berlin sesshaft wurden. Im Alltag erinnern sie sich an die Vergangenheit, kochen und diskutieren über den Begriff Heimat. Ein kluger und zugleich ergreifender Film über die Werte des Lebens.
Dass Animationsfilme auch schaurig gruseln dürfen, demonstrierte Chris Butler bereits 2005 mit „Tim Burton’s Corpse Bride“. Gemeinsam mit Sam Fell erzählt er in seinem neuen 3D-Stop-Motion-Abenteuer „ParaNorman“ (Cinedom, UCI) von dem jungen Norman, der die paranormale Gabe besitzt, mit Toten zu kommunizieren. Als Zombies die Stadt heimsuchen, setzt der Junge zum humanoid-morbiden Dialog an.
Außerdem neu in den Kinos: das Science-Fiction-Remake „Total Recall“ (Cinedom, Rex am Ring, UCI, Woki Bonn, OV im Metropolis) mit Colin Farrell, die 3D-Doku „Katy Perry: Part of Me“ (Cinedom, UCI) und die deutsche Beziehungskomödie „Frisch gepresst“ (Cinedom, Rex am Ring, UCI) nach dem gleichnamigen Buch von Susanne Fröhlich.
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