Am Geburtstagsreigen beteiligen sich auch das Museum Ludwig in Köln und die Ausstellungsinstitute in Jüchen, Mönchengladbach und Siegen, was insgesamt doch etwas verwundert, schließlich ist Rheingold eine Art Konsortium privater Sammler unter der Leitung eines kommerziellen Kunstberaters und gewiss auch mit dem Anspruch auf Wertsteigerung. Was für die Anselm Kiefer-Ausstellung in der Bonner Bundeskunsthalle kritisiert wurde – nämlich die Förderung privater Interessen mit öffentlichen Mitteln – wird nun stillschweigend ignoriert. Immerhin ist die Ausstellung in der Kunsthalle Düsseldorf gut. Vor allem im Seitenlichtsaal mit der Betonung auf Joseph Beuys wird zugleich die Nähe zu Künstlern wie Broodthaers einerseits und seine Bedeutung für Georg Herold andererseits vertieft. Missglückt ist gegenüber im Kinosaal die Abteilung Malerei, wo zu viel seelenlos nebeneinander hängt und die Qualität leicht schwankend ist. Die Fotografie im Emporensaal stellt immerhin Beziehungen zwischen den wichtigen Positionen des Gefundenen und des Komponierten her. Ein Prinzip der Sammlung Rheingold ist es, im Kontext hiesiger institutioneller Ausstellungen zu kaufen. Dadurch bleiben – hier nun ausgestellt – solche Werke wie die Kinoplakate von Peter Doig oder ein großformatiges Gemälde von Joanne Greenbaum dem Rheinland erhalten. Und das ist doch schön.
„Juwelen im Rheingold“ | bis 25. November | Kunsthalle Düsseldorf | www.kunsthalle-duesseldorf.de
Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?
Als unabhängiges und kostenloses Medium ohne paywall brauchen wir die Unterstützung unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie unseren verantwortlichen Journalismus finanziell (einmalig oder monatlich) unterstützen möchten, klicken Sie bitte hier.

Trauern auf Teneriffa
Die Filmstarts der Woche
Kühlen Kopf bewahren
Holgers letzte Worte – 08/26
Vielfalt und Ambitionen
Die Opernsaison 2026/27 an Rhein und Ruhr - Oper in NRW 07/26
„Wir sind Weltspitze im Kategorien entwickeln“
Kurator Marcel Schumacher über „Klassenverhältnisse – die zweite Staffel“ am Aachener Kunsthaus NRW – Interview 07/26
Konstruktionen der Natur
Bernhard Fuchs in Haus Esters in Krefeld – Kunst in NRW 07/26
Aus der Zeit gefallen
Ron Sexsmith in der Kölner Kulturkirche – Musik 07/26
Wenn es kein Morgen gibt
Derya Yıldırım & Grup Şimşek im Düsseldorfer zakk – Musik 07/26
„Als Filmemacher habe ich alles verloren“
Ibrahim Snoopy über die Lage und das Filmemachen im Sudan – Portrait 07/26
Die Ordnung unter dem Himmel
Victoria Bell mit einer Skulptur und Bildern im Kolumba – kunst & gut 07/26
Dem Tod abgerungen
„Eddos goldenes Lächeln“ von Stella Gaitano – Literatur 07/26
„Was ist der Ursprung von Konflikten?“
Regisseurin Sabine Hahn über „Antigone“ am Comedia Theater – Premiere 07/26
Bildung für die diverse Gesellschaft
Teil 1: Lokale Initiativen – Der Kölner Stadtverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Deutsche Angst
Geschichte und Gedächtnis – Glosse
Jazz aus Südafrika
Pianist Nduduzo Makhathini mit der WDR Big Band in Köln – Improvisierte Musik in NRW 07/26
Glühender Zorn
„Das Teufelsbuch“ von Asta Olivia Nordenhof – Textwelten 07/26
Das Unaussprechliche des Familienlebens
„Vertraute Gespenster“ von Anna Ruchat – Textwelten 08/26
„Im Augenblick sehe ich keine kritische Masse für eine breite Bewegung“
Teil 1: Interview – Politologe Alexander Gallas über Protest, Streik und Generalstreik
Von Tod und Teufel
„Walpurgisnacht“ in der Kölner Philharmonie – Klassik am Rhein 07/26
Verglimmende Hoffnung
„Zündhölzer“ von Yevgenia Belorusets – Literatur 08/26
Den Banken widersprechen
Island und das Gemeinwohl – Europa-Vorbild Island
Nach wie vor relevant
„Virginia Woolf’s Night & Day“ im Cinenova – Foyer 07/26
Auf sich gestellt
„Wir gehen mal los“ von Raffaella Romagnolo – Literatur 07/26
Von Hexen und Psychiatern
Sinfoniekonzert „Dämonen“ an drei Orten im Ruhrgebiet – Klassik an der Ruhr 07/26
Giftige Hirngespinste
„The blind Owl / Die blinde Eule“ am Theater der Keller – Tanz in NRW 07/26
Gegen den Wohnsinn
Holgers letzte Worte – 07/26