Vanitas und memento mori sind zwei der prägenden Leitmotive des Barocks. Alles ist vergänglich. Nichts hält für die Ewigkeit. Die Kölner Künstler- und Theatergruppe raum13 nimmt sich jetzt dieses Themas an: Bis 2014 widmet sich das Kunstprojekt „Schönheit der Vergänglichkeit“ dem Sujet, am Beispiel der ehemaligen Hauptverwaltung der Klöckner-Humboldt-Deutz AG in Köln-Deutz. Die KHD wurde 1864 gegründet und spezialisierte sich auf die Entwicklung und Herstellung von Motoren. Dort, wo einst mehrere tausend Menschen arbeiteten, findet man heute nur noch ein leeres Areal vor. Obdachlose suchen hier Zuflucht, Kupferbanden reißen die Metallreste aus den Wänden, um damit ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Außerdem ist das Gelände zur Anlaufstelle für urbane Subkulturen und illegale Partys geworden. Das Bauwerk selbst zeugt vom glorreichen Aufstieg bis zum bitteren Niedergang einer Epoche. Der erste Teil der theatralen Eigenproduktion zu „Schönheit der Vergänglichkeit“ konzentriert sich auf den Zeitraum von den Nachkriegsjahren bis heute.
Uraufführung von „Schönheit der Vergänglichkeit #3“ | Sa, 8.9. 20 Uhr, weitere Termine am 4./15./21./22.9., 5./6./19./20.10. um 20 Uhr | raum13, Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste | Deutz-Mülheimer Strasse 147-149, Köln | www.raum13.com
Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?
Als unabhängiges und kostenloses Medium ohne paywall brauchen wir die Unterstützung unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie unseren verantwortlichen Journalismus finanziell (einmalig oder monatlich) unterstützen möchten, klicken Sie bitte hier.

Trauern auf Teneriffa
Die Filmstarts der Woche
Kühlen Kopf bewahren
Holgers letzte Worte – 08/26
Vielfalt und Ambitionen
Die Opernsaison 2026/27 an Rhein und Ruhr - Oper in NRW 07/26
„Wir sind Weltspitze im Kategorien entwickeln“
Kurator Marcel Schumacher über „Klassenverhältnisse – die zweite Staffel“ am Aachener Kunsthaus NRW – Interview 07/26
Konstruktionen der Natur
Bernhard Fuchs in Haus Esters in Krefeld – Kunst in NRW 07/26
Aus der Zeit gefallen
Ron Sexsmith in der Kölner Kulturkirche – Musik 07/26
Wenn es kein Morgen gibt
Derya Yıldırım & Grup Şimşek im Düsseldorfer zakk – Musik 07/26
„Als Filmemacher habe ich alles verloren“
Ibrahim Snoopy über die Lage und das Filmemachen im Sudan – Portrait 07/26
Die Ordnung unter dem Himmel
Victoria Bell mit einer Skulptur und Bildern im Kolumba – kunst & gut 07/26
Dem Tod abgerungen
„Eddos goldenes Lächeln“ von Stella Gaitano – Literatur 07/26
„Was ist der Ursprung von Konflikten?“
Regisseurin Sabine Hahn über „Antigone“ am Comedia Theater – Premiere 07/26
Bildung für die diverse Gesellschaft
Teil 1: Lokale Initiativen – Der Kölner Stadtverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Deutsche Angst
Geschichte und Gedächtnis – Glosse
Jazz aus Südafrika
Pianist Nduduzo Makhathini mit der WDR Big Band in Köln – Improvisierte Musik in NRW 07/26
Glühender Zorn
„Das Teufelsbuch“ von Asta Olivia Nordenhof – Textwelten 07/26
Das Unaussprechliche des Familienlebens
„Vertraute Gespenster“ von Anna Ruchat – Textwelten 08/26
„Im Augenblick sehe ich keine kritische Masse für eine breite Bewegung“
Teil 1: Interview – Politologe Alexander Gallas über Protest, Streik und Generalstreik
Von Tod und Teufel
„Walpurgisnacht“ in der Kölner Philharmonie – Klassik am Rhein 07/26
Verglimmende Hoffnung
„Zündhölzer“ von Yevgenia Belorusets – Literatur 08/26
Den Banken widersprechen
Island und das Gemeinwohl – Europa-Vorbild Island
Nach wie vor relevant
„Virginia Woolf’s Night & Day“ im Cinenova – Foyer 07/26
Auf sich gestellt
„Wir gehen mal los“ von Raffaella Romagnolo – Literatur 07/26
Von Hexen und Psychiatern
Sinfoniekonzert „Dämonen“ an drei Orten im Ruhrgebiet – Klassik an der Ruhr 07/26
Giftige Hirngespinste
„The blind Owl / Die blinde Eule“ am Theater der Keller – Tanz in NRW 07/26
Gegen den Wohnsinn
Holgers letzte Worte – 07/26