Eine lange Menschenschlange wartet eng gedrängt vor dem Eingang des Theater im Bauturm, das Interesse an der Lebensgeschichte von Theodor Michael ist groß. Im Theatersaal, der komplett ausverkauft ist, sitzen schließlich 140 Besucher, dicht an dicht gedrängt.
Theodor Wonja Michael sitzt in der ersten Reihe. Mit seiner dunklen Cordjacke und seinem pinkfarbenen Hemd macht er gar nicht den Eindruck, als würde er nächstes Jahr schon 90 werden. Wer wegen seiner Biographie „Deutsch sein und schwarz dazu“ gekommen ist, muss sich aber gedulden. Zuerst wird der Dokumentarfilm „Pagen in der Traumfabrik“ gezeigt, weil die Lesung im Rahmen des Afrika Film Festivals „Jenseits von Europa XIII“ stattfindet. Die Dokumentation beschäftigt sich damit, wie Schwarze im Dritten Reich für Propagandafilme ausgenutzt wurden. Einer der Protagonisten ist auch Theodor Wonja Michael.

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