Dort, wo einst hunderttausende Menschen lebten, befinden sich jetzt nur noch leerstehende Häuser. Am 3. August 2014 überfiel der Islamische Staat die Sindschar-Region im Irak. Schätzungsweise 10.000 Jesid:innen wurden getötet, 400.000 mussten aus ihrer Heimat fliehen. Ronya Othmann, die selbst als Kind eines kurdisch-jesidischen Vaters aufgewachsen ist, schildert in ihrem Roman „Vierundsiebzig“ ihre Perspektive auf den grausamen Angriff. Ihr Erzählstil ist dabei gleichermaßen dokumentarisch und poetisch – ein Versuch, Worte für das Unaussprechliche und Ungeheure zu finden. Im Literaturhaus spricht sie mit Ulrich Noller über ihr Werk.
Ronya Othmann: Vierundsiebzig | Di 19.3. 19.30 Uhr | Literaturhaus und Livestream | 0221 995 55 80
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