Seit 2001 lenkt das von Kyra Scheurer, Nikolaj Nikitin und Oliver Baumgarten ins Leben gerufene Festival „Filmplus“ den Blick auf den Raum zwischen den Einstellungen. In den Sektionen Spielfilm, Dokumentarfilm und Kurzfilm konkurrieren je fünf Filme um die Preise für die beste Montageleistung. Außerdem wird ein Ehrenpreis verliehen, der in diesem Jahr an die Editorin Barbara von Weitershausen geht. choices sprach mit Oliver Baumgarten.
choices: Bei Filmplus sind nicht die Regisseure oder Darsteller im Mittelpunkt, im Fokus steht die Montage. Das ist ungewöhnlich. Was ist der Hintergrund für die Entstehung des Festivals?
Oliver Baumgarten: Wir haben uns schon immer für die Montage als jenen kreativen Prozess, der einen Film überhaupt erst filmisch werden lässt, interessiert. Als Drehbuch ist die Geschichte noch Literatur, es ist eine verschriftlichte Vorstellung einer Idee. Sie genau so in Ton und Bild umzusetzen, wie es sich die Autoren gedacht haben, ist unmöglich. Umgewandelt in das Medium Film wird die Geschichte in Form gedrehten Materials erst im Schneideraum. Erst hier montieren die Editoren eine Idee zu einem Film. Und dieser Vorgang ist nicht nur unglaublich kreativ, sondern auch hochspannend, weswegen er sich auch ganz hervorragend dazu eignet, Mittelpunkt eines Festivals zu sein.

An die Grenzen
Die Filmstarts der Woche
Große Stimmen am Rhein
Reihe „Weltstars in Bonn“ an der Oper Bonn – Prolog 10/26
Anwältin der Filmfiguren
„Revanche“ im Filmhaus – Foyer 10/26
Naturgewalten
„Das Unwetter“ von David Wautier – Vorlesung 10/26
Neue Gräber braucht das Land
Analog Theater und studiobühneköln zeigen „Keyenberg 3“ in der TanzFaktur – Auftritt 10/26
Schönheit im Alltag
Ausstellung „Locals“ in der Hamburger Manufaktur „Freddy Schilling“ in Köln-Ehrenfeld – Kunst 10/26
All die Menschen, Masken und Skelette
James Ensors Druckgraphik in der Villa Zanders in Bergisch Gladbach – kunst & gut 10/26
Die Grande Dame der Erotik
„Das Reine und das Unreine“ von Colette – Textwelten 10/26
Grenzenlose Klangkultur
Das Festival Multiphonics in Köln – Improvisierte Musik in NRW 10/26
Wie viel Wut ist genug?
„Honey“ von Imani Thompson – Literatur 10/26
Helfen statt Ausgrenzen
Teil 1: Lokale Initiativen – Das Interkulturelle Zentrum in Köln-Nippes
Die Fantasie der Kinder
„Moscas“ in der Filmpalette – Foyer 10/26
Tödlicher Strudel der Politik
„Tosca“ am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen – Oper in NRW 10/26
Schnitt für Schnitt
Edimotion 2026 in Köln – Festival 10/26
Ist die Welt erst ruiniert …
Gut erzählt ist auch Ungerechtigkeit eine spannende Geschichte – Glosse
Orgel reloaded
Orgelmixturen 2026 in der Kunst-Station Sankt Peter – Klassik am Rhein 10/26
„Für die Parteien steht viel auf dem Spiel“
Teil 1: Interview – Politologin Dorothée de Nève über Identität und Konsens in der Politik
Verliebt in die Mitschülerin
„Black Burns Fast“ gewinnt choices-Publikumspreis – Festival 10/26
Neues Vertrauen
Digitale Bürgerbeteiligung – Europa-Vorbild Spanien
Anfassen statt digitalisieren
Das Festival Urbäng 2026 am Orangerie Theater – Tanz in NRW 10/26
Drama im Goldrausch
„Mädchen aus dem goldenen Westen“ am Opernhaus Bonn – Oper in NRW 10/26
Geist des Ortes
Der Ort als Handlungsträger – Vorspann 10/26
„Theater kann die richtigen Fragen stellen“
Regisseur Björn Gabriel über „This is Water“ am Studio Trafique – Premiere 10/26
Wir bauen ein Balkonkraftwerk
Holgers letzte Worte – 10/26
Von Vorwand zu Vorwand
Teil 1: Leitartikel – Politik ist nicht getrieben, sie lässt sich einspannen