Nein, man hat sich noch lang nicht satt gesehen an Dokumentarfilmen über Köche und ihr Werk, solang die Leinwand uns solche Geschichten und Bilder kredenzt. Michel Bras ist in Frankreich als Drei-Sterne-Koch eine lebende Legende. Paul Lacostes „Entre les Bras - 3 Sterne. 2 Generationen. 1 Küche“ (OmU in der Filmpalette und im Weisshaus) begleitet den Familienvater bei der Arbeit, in der Freizeit und mit seiner Familie. Zugleich richtet der Film den Fokus auf seinen Sohn, der das Talent des Vaters geerbt hat, das Restaurant übernimmt und die Kunst des Kochens in die neue Generation überführt. Nicht nur, dass einem angesichts der zauberhaft angerichteten Mahlzeiten das Wasser im Munde zusammen läuft – hier wird zudem von Kochkultur, Leidenschaft und einer bewegenden Vater-Sohn-Geschichte erzählt.
Die Bretagne im Sommer 1979. Die Großfamilie trifft sich, Oma, Opa, Eltern, Enkel. Ein großes, buntes Potpourri, so unterschiedlich, mitunter zerstritten – und zugleich geeint über das Band der Familie. Julie Delpys „Familientreffen mit Hindernissen“ (Cinenova, Odeon) ist eine idyllische Komödie, die sich in sattes Zeitkolorit der ausgehenden 1970er bettet und mit großartigen Typen besetzt ist.
Zum 50. Todestag Hermann Hesses kommt noch einmal Conrad Rooks' unverwüstliche Verfilmung „Siddhartha“ (Odeon) in die Kinos. Darin kehrt der adlige Siddharta seinem Elternhaus den Rücken, um in der Fremde den Sinn des Lebens zu finden. Eine gelungene, philosophisch wie sinnlich inspirierende Meditation über das Glück der Einfachheit.
Außerdem neu in den Kinos: Ridley Scotts atemberaubendes „Alien“-Prequel „Prometheus - Dunkle Zeichen“ (Cinedom, Rex am Ring, UCI, Woki Bonn, OV im Metropolis), die warmherzige Jason-Segel-Komödie „Jeff, der noch zu Hause lebt“ (Cinedom, Cinenova, Rex am Ring, UCI, OV im Metropolis) und der prominent besetzte Mystery-Thriller „Red Lights“ (Cinedom, Rex am Ring, UCI).
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