Am gestrigen Abend leuchtete das Foyer des Cinenova blau – in der diesjährigen Erkennungsfarbe von „kurzundschön“, das dort zur abschließenden Preisverleihung lud. Im Rahmen des Festivals, einer Veranstaltung der KHM in Zusammenarbeit mit dem WDR, wurden internationale und nationale studentische Werke in 10 Kategorien prämiert. Als „Bester Kurzspielfilm“ machte „Callum“ unter der Regie des Briten Michael van der Put das Rennen. Der 14-minütige Kurzfilm befasst sich eindrucksvoll mit den Themen Zivilcourage, Schuld und Trauer – erzählt aus der Perspektive des Teenagers Callum, der mehr über den Tod seiner Ex-Freundin weiß, als er zunächst seinem Umfeld offenbart und auch sich selbst eingesteht. Dank gelungener Montage heimste „Callum“ zugleich den Preis fürs „Best Editing“ ein. Der choices-Preis für den „Besten Animationsfilm“ ging an Jakob Weiss mit seinem gleichzeitig augenzwinkernden wie alptraumhaften „Warehouse“, in dem eine Mutter in zunehmender Panik durch menschenleere und endlose Gänge irrt, auf der Suche nach ihrem Sohn im Kinderparadies. „The Downfall“ (Christian Meyerholz, Andreas Melcher) wurde als „Bester Experimentalfilm/Musik-Clip“ prämiert. Abseits dieser eher klassischen Kategorien wurden außerdem Preise u.a. für die besten Werbefilme und das beste Motion-Art-Projekt verliehen. Der internationale Award für KHM-Partner ging im Chinajahr passenderweise an die chinesische Studentin Li Huanhuan – für ihren experimentellen, streng formalen und eindringlichen 2-Minüter „Shackled“.
Die einzelnen Preisträger und ihre Beiträge sind jeweils zu finden unter: www.kurzundschoen.khm.de/preistraegerinnen
Kurzfilmnächte im TV mit Filmen aus dem Wettbewerb 2012:
Sa 17.11. 23.45 Uhr, WDR
Fr 23.11. 22.25 Uhr, Einsfestival
Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?
Als unabhängiges und kostenloses Medium ohne paywall brauchen wir die Unterstützung unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie unseren verantwortlichen Journalismus finanziell (einmalig oder monatlich) unterstützen möchten, klicken Sie bitte hier.

Kehrseite der Fröhlichkeit
Niki de Saint Phalle im Kunstpalast in Düsseldorf – Kunst in NRW 10/26
An die Grenzen
Die Filmstarts der Woche
Große Stimmen am Rhein
Reihe „Weltstars in Bonn“ an der Oper Bonn – Prolog 10/26
Anwältin der Filmfiguren
„Revanche“ im Filmhaus – Foyer 10/26
Naturgewalten
„Das Unwetter“ von David Wautier – Vorlesung 10/26
Neue Gräber braucht das Land
Analog Theater und studiobühneköln zeigen „Keyenberg 3“ in der TanzFaktur – Auftritt 10/26
Schönheit im Alltag
Ausstellung „Locals“ in der Hamburger Manufaktur „Freddy Schilling“ in Köln-Ehrenfeld – Kunst 10/26
All die Menschen, Masken und Skelette
James Ensors Druckgraphik in der Villa Zanders in Bergisch Gladbach – kunst & gut 10/26
Die Grande Dame der Erotik
„Das Reine und das Unreine“ von Colette – Textwelten 10/26
Grenzenlose Klangkultur
Das Festival Multiphonics in Köln – Improvisierte Musik in NRW 10/26
Wie viel Wut ist genug?
„Honey“ von Imani Thompson – Literatur 10/26
Helfen statt Ausgrenzen
Teil 1: Lokale Initiativen – Das Interkulturelle Zentrum in Köln-Nippes
Die Fantasie der Kinder
„Moscas“ in der Filmpalette – Foyer 10/26
Tödlicher Strudel der Politik
„Tosca“ am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen – Oper in NRW 10/26
Schnitt für Schnitt
Edimotion 2026 in Köln – Festival 10/26
Ist die Welt erst ruiniert …
Gut erzählt ist auch Ungerechtigkeit eine spannende Geschichte – Glosse
Orgel reloaded
Orgelmixturen 2026 in der Kunst-Station Sankt Peter – Klassik am Rhein 10/26
„Für die Parteien steht viel auf dem Spiel“
Teil 1: Interview – Politologin Dorothée de Nève über Identität und Konsens in der Politik
Verliebt in die Mitschülerin
„Black Burns Fast“ gewinnt choices-Publikumspreis – Festival 10/26
Neues Vertrauen
Digitale Bürgerbeteiligung – Europa-Vorbild Spanien
Anfassen statt digitalisieren
Das Festival Urbäng 2026 am Orangerie Theater – Tanz in NRW 10/26
Drama im Goldrausch
„Mädchen aus dem goldenen Westen“ am Opernhaus Bonn – Oper in NRW 10/26
Geist des Ortes
Der Ort als Handlungsträger – Vorspann 10/26
Wir bauen ein Balkonkraftwerk
Holgers letzte Worte – 10/26
Von Vorwand zu Vorwand
Teil 1: Leitartikel – Politik ist nicht getrieben, sie lässt sich einspannen