Es beginnt mit einem Stier, der aufgeschlitzt auf der Straße liegt, die Wunden viel zu groß für einen Bären – und steigert sich von dort rasant zur kompletten Verwüstung des verschlafenen, koreanischen Küstenstädtchens Hope Harbour. Im Zentrum: Polizeichef Beom Seok (Hwang Jung-min) und seine Mitarbeiterin Sung Ae (Jung Ho-yeon), die fieberhaft versuchen, den mysteriösen Monstern auf die Spur zu kommen. Ungefähr nach der Hälfte von Na Hong-Jins „Hope“ (Cinedom, Rex, UCI) wird das Rätsel um die geheimnisvollen Angriffe aufgelöst – und der Auftakt für eine actiongeladene Sci-Fi-Trilogie gelegt. Überzeugen können vor allem das rasante, durchweg spannende Erzähltempo, die brillanten, schwarzhumorigen Dialoge und die Situationskomik, die in bester koreanischer Manier menschliche Fehler und Schwächen entlarven.
„Zieh dir bitte die Schuhe aus, wenn du aus dem Garten kommst“, ist noch die unterste Stufe des ständigen Geplänkels zwischen dem ostdeutschen Ehepaar – er pensionierter Bauamtsleiter, sie noch Bibliothekarin –, das sich immer mehr um die Frage dreht, ob man überhaupt noch zusammen glücklich ist. Dann heiratet ihre Tochter zum dritten Mal – ausgerechnet einen Kapitalisten, und Enkelkind Laura verbringt seinen ganzen Besuch an der Spielekonsole. Andreas Dresens präzise Schauspielführung läßt Joachim Król und Dagmar Manzel in „Alte Liebe“ (Cinedom, Cinenova, Odeon, UCI, Weisshaus) mit viel Empathie und Authentizität das Ehepaar auf der Suche nach sich selbst spielen und schafft im kongenialen Zusammenspiel mit dem klugen Drehbuch (nach dem Roman von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder) ein kleines Meisterwerk des humanistischen Kinos.
Dresen, Manzel und Król sind am Donnerstag, 8.10. um 20 Uhr zu Gast im Odeon.
Alle Neustarts der Woche unter: Neu im Kino.
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