Indien, 2012: Zu Hundertausenden treffen sich heimatlose Inder und Inderinnen, um einen Protestmarsch über mehrere hundert Kilometer quer durch das gesamte Land, über alte Brücken, kaputte Straßen, große Städte und Dörfer zu führen. Ihr Marsch richtet sich gegen die zunehmende Enteignung der indigenen Bevölkerung Indiens, der Adivasi, zu Deutsch: „Die ersten Menschen“. Seit Jahrzenten betreibt die indische Regierung Raubbau und Landenteignung auf Kosten der Adivasi und zwingt sie so willkürlich in Armut und Elend. Im Sinne der Philosophie von Mahatma Gandhi ist ihr Ziel eine friedvolle Beilegung der Konflikte durch gewaltlosen Protest. Die Regisseure Christoph Schaub und Kamal Musale reisten mit der Protestbewegung über den Subkontinent und erzählen berührende Geschichten von Einzelschicksalen und dem friedvollen Kampf um Existenz und Würde.
Seit der Premiere in Stuttgart im Juli 2014 ist der Film auf Tour durch ganz Deutschland und präsentiert sich bald in Köln im Filmclub 813 in der Brücke. Rajagopal, Anführer und Vordenker der Bewegung „Ekta Parishad“ steht im Anschluss zum Gespräch zur Verfügung. Die Moderation und Übersetzung erfolgt durch Dr. Julius Reubke.
„Millions Can Walk” | Fr 17.10. 20Uhr | Filmclub 813
www.millionscanwalk-film.com
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