Spannend, dass gerade das Kolumba, das Museum des Erzbistums Köln, immer wieder mit den konventionellen Vorstellungen von Kunst bricht. Einerseits sind die künstlerischen Medien, um die es hier geht, doch zunächst einmal die Skulptur und die Malerei – denken wir nur an die mittelalterlichen Figurengruppen und Lochners Veilchenmadonna. Andererseits greift das Kolumba, der christlichen Tradition verpflichtet, auch Erfahrungen jenseits des rein Visuellen auf. Nachdem hier unlängst der Schweizer Bruno Jakob einen anderen Zugang zum Medium der Malerei praktiziert hat, ist nun mit Achim Lengerer ein jüngerer Künstler eingeladen worden, sein Projekt „Entretien sonore avec Fernand Deligny“ vorzustellen. Dies geschieht auf mehreren Ebenen und im Sinne eines Prozesses, der überhaupt die wesentlichen Eigenschaften von Lengerers Arbeit verdeutlicht: das Aufgreifen externer Projekte, die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Denken und Sprache, das Networking mit Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen, die Recherche sowie der Einbezug des Publikums im Sinne kollektiver Aktionen.
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Der Ort als Handlungsträger – Vorspann 10/26
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Von Vorwand zu Vorwand
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